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Die Geschichte der Diät

Nicht erst seit es Topmodels und Bikinis gibt, sind Diäten und schlank bleiben ein Thema. Schon in frühester Zeit wurde dem Gewicht und Aussehen, sowie der Gesundheit große Aufmerksamkeit geschenkt. Die Geschichte der Diät ist sehr lang…


Die Diät ist keine Erfindung der Neuzeit, ihre Geschichte reicht weit zurück. Wir zeigen euch, wie es zur Entstehung von Diäten kam und warum die Diät heute das ist was sie ist: Eine Ernährungsweise die vorwiegend dem Abnehmen dient.

Die Diät vor Christi Geburt

Die Wissenschaft rund um die Ernährung und Diät nennt sich „Diätik“. Hier forscht man seit langem nach der richtigen Weise um gesund Abnehmen leben zu können. Das Ganze geht auf einen der ersten Ärzte, den Griechen Hippokrates von Kos, zurück. Dieser gilt überhaupt als Begründer der Wissenschaft und Medizin, deshalb legen Ärzte auch den „hippokratischer Eid“ ab.

Schon im Altertum waren Ernährung und Gesundheit wichtige Themen, die zusammengehörten. Man erkannte schon früh den Zusammenhang von Gefräßigkeit und Übergewicht sowie maßvoller Zurückhaltung und Gesundheit.

Während der hoch entwickelten Kultur der Antike legte man Wert auf einen athletischen und schlanken Körper. Das äußerte sich vor allem in der Verehrung von Sportlern während der ersten Wettkämpfe am Fuße des Olymps. Hippokrates lernte damals an der „koischen“ Ärzteschule.

Die Schule war der Auffassung, dass alle Krankheiten und Beschwerden ein Ungleichgewicht der Körpersäfte als Ursache haben. Mit einer Änderung der Lebensweise – „diaita“ genannt – könne man die Körpersäfte ins Gleichgewicht bringen und gesund leben. Maßvoller Genuss und ausgewogene Ernährung fanden also schon damals den Weg in die Medizin und Gesundheitslehre.

Diät im Jahr 1.000

England um das Jahr 1000: William der Eroberer von England wollte abnehmen, um endlich wieder in den Sattel zu passen, so berichten es Überlieferungen. Seine Diät war jedoch, genau wie die Schlachtzüge damals, eher rabiat: Statt zu essen soll er nur noch Wein getrunken haben. Kaum zu glauben, dass ihm das wieder zu gesundheitlicher Bestform verhalf.

William machte sich damit aber nicht beliebter und begehrter: Zu seiner Lebenszeit (1027-1087) galt dick sein als schick. William – seiner Zeit voraus – merkte, dass sein Übergewicht ihn beeinträchtigte und er sich nicht fit fühlte. Über seine Diät Methode mit dem Wein lässt sich allerdings streiten.

Die Diät um das Jahr 1200

Derzeit läuft ein Film über sie im Kino: “Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen”. Auch sie trug zur Geschichte der Diät etwas bei: Frau Hildegard von Bingen empfahl im 12. Jahrhundert Flohsamen und allerlei andere Kräuter und Heilmittel zum Entgiften und Entschlacken. Die Flohsamen quellen im Magen auf und binden Gallensäure, die sich im Bindegewebe ablagert. Dies macht satt, fördert die Verdauung und man soll laut Frau von Bingen abnehmen.

Hildegard von Bingen erfand sozusagen das erste Schlankheitsmittel: Drei Teelöffel Flohsamen (heute in der Apotheke erhältlich) pro Tag einnehmen und viel Wasser dazu trinken. Der Ballaststoff, sättigt und unterstützt die Verdauung. Hildegard von Bingen wusste scheinbar schon damals, dass viele Frauen und Männer lieber möglichst einfache Lösungen zum Abnehmen wollen, als umständliche Diäten.

Diät im Mittelalter

Im Mittelalter wurden bestimmte Ernährungsweisen, im Gegensatz zur Zeit der Antike, eher aus religiösen als aus gesundheitlichen Gründen vorgenommen. So entwickelten sich teilweise bizarre Rituale und Vorschriften: Diverse, teils noch gebräuchliche Fastenkuren, stammen aus dieser Zeit.

Mönche und Nonnen, wie auch Hildegard von Bingen, widmeten sich der Ernährung jedoch auch schon auf wissenschaftlichem Niveau. So entstand in dieser Zeit der immer noch häufig gebrauchte Satz: “Nach dem Essen sollst du ruhn oder tausend Schritte tun.” Wobei Letzteres für heute wohl empfehlenswerter ist, wenn man nicht zunehmen will.

Die Diät in der Neuzeit

Forschung und Fortschritt brachten das Gebiet der Medizin und Ernährung in der Neuzeit zum Blühen. Viele Wissenschaftler widmeten sich der Untersuchung von Inhaltstoffen in unseren Lebensmitteln sowie deren Auswirkungen auf Körper und Geist. Durch die ständige Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln (Handel, Ackerbau und Lebensmittelindustrie) wurde eine falsche Ernährung eine der Hauptursachen für Übergewicht.

Die „Diät“, wie wir sie heute kennen, dient dem Erreichen eines gesunden Gewichts, um vital zu bleiben. Das bedeutet in unseren Breitengraden vornehmlich eine Gewichtsabnahme, denn unser Problem ist das Gleiche wie das von Wilhelm dem Eroberer von England: Wir passen nicht mehr in den Sattel.