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E-Nummern: Lebensmittelzusatzstoffe richtig zuordnen

Die meisten Lebensmittel enthalten Zusatzstoffe, die den Geschmack verstärken, die Farben hervorheben oder konservieren. Die sogenannten E-Nummern kennzeichnen diese Zusatzstoffe. Wir helfen euch, die Zahlen richtig zuzuordnen und verraten euch, welche E-Nummern es besser zu vermeiden gilt.

Das E steht für Europa, die drei- bist vierstelligen Nummern stehen stellvertretend für einen Lebensmittelzusatzstoff. Mehr als 300 gibt es davon in Europa. In Deutschland ist das Bundesamt für Risikobewertung für die Nummern zuständig. Erlaubt sind die Zusatzstoffe auch nur dann, wenn sie technisch notwendig, gesundheitlich unbedenklich sind und den Verbraucher nicht täuschen. Die Zusatzstoffe können grob in verschiedene Kategorien eingeteilt werden.

Farbstoffe: E100 – E180

Bonbons, Limonade und Fruchtgummis enthalten viele Farbstoffe, die für ein buntes Aussehen sorgen und dadurch besonders  auf Kinder eine anziehende Wirkung ausüben. Diese Farbstoffe können sowohl künstlich als auch natürlich sein. Kurkumin (gelb), Capsanthin (rot) und Chlorophylle (grün) sind beispielsweise natürliche Farbstoffe. Hingegen sind Tartrazin (gelb), Indigotin (blau) und Erythrosin (rot) künstliche Farbstoffe. Doch gerade die künstlichen Azofarbstoffe sollen Allergien und sogar das ADHS auslösen. Produkte, die Azofarben enthalten müssen aber seit vergangenem Jahr entsprechend gekennzeichnet werden und den Hinweis enthalten “Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen”.

Schale mit selbstgemachtem Erdbeerjoghurt und frischen Erdbeeren daneben

©istock.com/martinh70

 

Konservierungsstoffe: E200 – E297

Die Haltbarkeit von Lebensmitteln ergibt sich durch die Zugabe von Konservierungsstoffen. Diese sind mit den E-Nummern 200-297 gekennzeichnet und dürfen nur in ganz geringen Mengen in Lebensmitteln verwendet werden. Normalerweise haben diese Konservierungsstoffe keine Auswirkungen auf die Gesundheit. Es kann aber vereinzelt dazu kommen, dass Menschen nicht das nötige Enzym haben, um Schwefeldioxid- und Sulfitverbindungen abzubauen. Diese werden beispielsweise in Wein, Chips und Trockenfrüchten verwendet. Die Folgen können Kopfschmerzen, Migräne und Übelkeit sein. Manche Konservierungsstoffe sind auch Antioxidationsmittel, so dass eine klare Abgrenzung schwierig ist. So ist beispielsweise Natriumsulfit (E221) ein Konservierungsstoff aber auch ein Antioxidationsmittel.

Antioxidationsmittel: E300 – E321

Auch bei den Antioxidationsmitteln wird zwischen natürlichen und künstlichen unterschieden. Die natürlichen Antioxidationsmittel werden mit den Nummer E300 – E309 gekennzeichnet. Die künstlichen bilden die Nummern E310 – E321. Die oft in Kaugummis enthaltenen Mittel Butylhydroxyanisol (E320) und Butylhydroxytoluol (E321) können allergische Reaktionen hervorrufen.

Emulgatoren, Verdickungs- und Geliermittel: E322 – E418

Bei den Emulgatoren müssen nicht zwingend die E-Nummern angegeben werden, es reicht ein Hinweise auf “Emulgatoren” oder “Stabilisatoren”. Welche Auswirkungen diese Bindemittel auf die Gesundheit haben, wurde bislang noch nicht ausreichend erforscht. Sie stehen aber im Verdacht, an Darmkrankheiten beteiligt zu sein, weil sie die Darmschleimhaut durchlässiger machen. Sie werden in Backwaren, Suppen, Brötchen und Dessertspeisen verwendet.

Überzugsmittel: E420 – E499

Überzugsmittel können ebenfalls auch wieder Emulgatoren sein, was eine exakte Einteilung schwierig macht. Die Überzugsmittel verleihen Lebensmitteln ein glänzendes Aussehen und schützen vor dem Austrocknen. Oftmals werden Harze als Überzugsmittel verwendet. Behandelte Schalen von Citrusfrüchten beispielsweise sollten nicht gegessen werden.

Autor: sbe