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Eisen: Wichtiges Spurenelement

Eisen ist ein wichtiges Spurenelement im Körper und von essentieller Natur – das heißt, es kann nicht vom Körper selbst gebildet werden. Deshalb ist es wichtig, Eisen ausreichend über die Nahrung aufzunehmen. Besonders Vegetarier haben mitunter das Problem Eisenmangel.


Allerdings ist es ein Vorurteil, dass in Pflanzen kein Eisen steckt. Im Gegenteil: Hülsenfrüchte, Gemüse oder Vollkornprodukte enthalten sogar recht viel vom lebenswichtigen Spurenelement. Einziger Nachteil: Eisen mit pflanzlicher Herkunft ist schlecht verwertbar.

eisen-fleisch|fotolia.com/dinostock|de.fotolia.com/id/8060087Der Grund sind die molekularen Bindungen mit anderen Elementen. Der Körper muss diese erst mit großem Aufwand aufspalten, um an das Spurenelement zu gelangen. Eisen mit einer besonderen biologischen Wertigkeit findet man in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs. Hier ist das Spurenelement ungebunden und ähnelt dadurch mehr körpereigenen Stoffen.

 

Wo steckt gut verwertbares Eisen drin?

Besonders viel davon steckt in rohem Fleisch. Eisen ist für den Stoffwechsel des Körpers unverzichtbar. Eine wichtige Rolle nimmt es beim Sauerstofftransport ein. 80 Prozent des Eisens im Körper sind an das Hämoglobin gebunden. Hämoglobin ist ein sauerstofftransportierendes Protein. Es hat die lebenswichtige Eigenschaft Sauerstoff zu binden und zu den wichtigen Regionen im Körper zu führen. Ohne die Anwesenheit des Eisen wäre dieser Transport nicht möglich.

Aber auch an den Empfängerzellen verrichtet das Spurenelement eine essentielle Arbeit: Es speichert zusammen mit dem Muskelfarbstoff Myoglobin den Sauerstoff in den Zellen. In der Regel garantiert eine ausgewogene und gesunde Ernährung eine ausreichende Eisenzufuhr. Ein Mangel kann eher durch äußere Faktoren oder Fehlfunktionen entstehen. Zum Beispiel kann eine Entzündung der Darmschleimhaut die Aufnahme des Eisens empfindlich behindern.

Überhaupt ist es meistens die Qualität der Resorption (Aufnahme) die über die Eisenkonzentration entscheidet. Viele Begleitstoffe und Umstände können die eigentliche Aufnahme bremsen beziehungsweise fördern. So kann der Organismus besonders viel Eisen aufnehmen, wenn genügend Vitamin C zur Verfügung steht. Deshalb müssen Menschen mit einem Eisenmangel neben den Eisenpräparaten meist noch ausreichend Vitamin C einnehmen.

Es gibt aber noch andere Ursachen, die eine Unterversorgung hervorrufen können. Das Spurenelement kann in unserer Leber für kurze Zeit gespeichert werden. Manche Menschen leiden an einem Gendefekt – sie sind nicht in der Lage, Eisen zu speichern. Auch chronischer Blutverlust und starke Regelblutungen können einen stärkeren Eisenbedarf nach sich ziehen. Frauen (10mg/Tag) benötigen naturgemäß mehr Eisen als Männer (15mg/Tag). Kennzeichnende Symptome eines Eisenmangels sind unter anderem Blässe, Müdigkeit und Erschöpfungserscheinungen.