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Entspannung im Alltag

Alles Leben beruht auf dem Prinzip von Spannung und Entspannung. Lebewesen müssen Entspannung finden, um in bestimmten Situationen ihre volle Leistungsfähigkeit abrufen zu können.

Auch wir Menschen sind auf Entspannung angewiesen. Das Wort Entspannung findet in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen Verwendung: So gibt es beispielsweise die Entspannung der Muskulatur, die Entspannung in Bezug auf Stress oder die Entspannung von politischen Beziehungen. Immer steht das Wort Entspannung als Gegenstück zur Spannung oder Anspannung.

In den meisten Fällen verstehen wir unter Entspannung, das Erholen oder Abschalten vom Stress des Alltags. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Alles läuft nach dem Motto: Höher, schneller und weiter. Wer diesem rasanten Tempo nicht folgen kann, wird oft als Außenseiter angesehen. Stress ist ein sehr oft genannter Begriff. Stress ist die psychische oder physische Reaktion des Körpers auf einen spezifischen äußeren Reiz. Dabei ist Stress eine subjektive Variable – jeder empfindet Stress anderes. Der Eine kollabiert schon bei kleineren Dingen – ein Anderer ist selbst unter Hochspannung die Ruhe selbst. Der Erfolg im Alltag scheint sich daran zu messen, wie gut wir mit Stress und den daraus resultierenden Fehlern umgehen können.

Entspannung durch Autogenes Training

Einen großen Einfluss auf die Reaktion von Stress hat unsere gegenwärtige physische und psychische Konstellation. Menschen, die besser mit Stress umgehen können, sind oft auch besser in der Lage Entspannung zu finden. Schlaf ist ein klassischer Zustand der in die Rubrik Entspannung fällt. Es gibt Menschen, die jederzeit und überall tiefen und festen Schlaf finden – egal, welcher Kummer sie gerade bedrückt. Dass diese Menschen fitter und ausgeschlafener am nächsten Tag sind und besser mit den so genannten Stressoren (äußerlichen Reizen) umgehen können, liegt auf der Hand.

Aufmerksame junge Frau Entspannen auf Fensterbank

©iStock/Portra

 

Wer in diesen hektischen Zeiten hin und wieder mal abschalten kann, ist klar im Vorteil. Für alle, die es nicht können, keine Angst: Entspannung kann man erlernen. Es gibt bestimmte Techniken oder Praktiken, mit denen der Zustand der Entspannung besser erreicht werden kann. Typische Entspannungsverfahren sind zum Beispiel Autogenes Training oder die Progressive Muskelentspannung. Das Autogene Training wurde aus der Hypnoseforschung heraus entwickelt. Ziel ist es, durch Einfluss auf das vegetative Nervensystem einen Entspannungszustand herbeizuführen.

Das vegetative Nervensystem beruht auf willkürlichen, automatisch ablaufenden Reaktionen und wird normalerweise nicht durch das menschliche Bewusstsein beeinflusst. Bei der progressiven Muskelentspannung geht es darum, das Bewusstsein für die Spannung und die Entspannung spezieller Muskelgruppen zu schärfen und so die Achtsamkeit zu erhöhen.