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Ernährung bei Fettsucht

Als Fettsucht bezeichnet man eine krankhafte Vermehrung des Körperfetts, die im Rahmen der Ernährung auf eine übermäßige Kalorienzufuhr zurückzuführen ist. Fettsucht wird auch als Fettleibigkeit oder Adipositas bezeichnet. Adipositas stammt vom lateinischen Wort adeps ab, was zu deutsch fett bedeutet.

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt eine Fettsucht im Zusammenhang mit der Ernährung vor, wenn der Body-Mass-Index eines Menschen über 30 Kg/m² liegt. Der Body-Mass-Index oder auch kurz als BMI bezeichnet, ist eine Einheit, um die Körpermasse eines Menschen zu beurteilen. Allerdings erfasst der BMI das Körpergewichtes eines Menschen nur sehr grob, da er Statur, Knochenbau und Muskelmasse nicht berücksichtigt.

Fettsucht: Ab wann ist mann fettsüchtig?

Es gibt zum Beispiel Menschen, die über einen schweren Knochenbau verfügen oder mit großen Muskeln gesegnet sind und durchaus eine ausgewogene Ernährung an den Tag legen. Bei diesen Personen würde der BMI zu Fehlinterpretationen führen, welche die falschen Maßnahmen nach sich ziehen. So könnte eine Kalorien-reduzierte Ernährung bei dieser Person genau das Gegenteil bewirken.

Trotzdem ist der BMI auch in der medizinischen Diagnostik als Orientierungshilfe anerkannt. Der BMI wird berechnet, indem man die Körpermasse durch das Quadrat der Körpergröße teilt. Zur Veranschaulichung: Ein erwachsener Mann mit einem Körpergewicht von 75 Kilogramm und einer Körpergröße von 1,75 Meter hat einen Body-Mass-Index von 24,5 Kg/m².

Diese Person hätte laut Gewichtsklassifikation der WHO ein Normalgewicht – das deckt das Spektrum von 18, 5 bis 25 Kg/m² ab. Als leichtes Übergewicht behandelt man Werte zwischen 25 und 30. Die eigentliche Fettsucht oder Adipositas geht ab einem Wert von über 30 los. Wobei diese dann nochmal in verschiedene Härtegrade unterteilt wird.

Fettsucht tritt überwiegend in den Industrieländern der westlichen Welt auf. Schuld sind die Auswirkungen von Wohlstand und Fortschritt. Diese führen aufgrund des Nahrungsüberflusses zu einer falschen Ernährung und Menschen, die sich kaum noch bewegen, sind besonders davon betroffen. Wir haben uns zu einer sitzenden Gesellschaft entwickelt – viele Arbeiten werden vom Bürosessel aus getätigt.

Die Folge: Wir haben keine entsprechende körperliche Entlastung mehr – unser Körper verbraucht praktisch keine Kalorien mehr. Wenn jetzt noch eine falsche Ernährung ins Spiel kommt, ist eine Gewichtszunahme im Prinzip fast unausweichlich. Nirgendwo auf der Welt gibt es soviel Patienten, die von Fettsucht betroffen sind, wie in den Industrieländern. Fettsucht ist ein Risikofaktor für viele Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Krankheiten. Nur mit einer konsequente Umstellung der Ernährung sowie eine Steigerung der körperlichen Bewegung kann eine Behandlung von Fettsucht zum Erfolg führen.