abnehmen.net

Ernährung bei Gicht

Unter Gicht leiden viele Menschen mit Übergewicht, aber auch Schlanke kann die Stoffwechselerkrankung treffen. Wie kommt es zu Gicht und wie kann man mit der Ernährung eine Besserung herbeiführen?

Was ist Gicht?

Gicht (Urikopathie) ist eine Stoffwechselerkrankung. Dabei lagern sich Harnsäurekristalle in den Gelenken ab, weil andere „Filterorgane“ wie die Niere oder die Leber nicht mehr richtig funktionieren.

Wie kommt es zu Gicht?

Wenn die Nieren nicht mehr voll funktionsfähig arbeiten, kann die Harnsäure nicht mehr ausgeschieden werden. Entweder liegt eine Störung des Purin-Stoffwechsels vor oder es wird zu viel Harnsäure produziert (seltener). Eine verminderte Nierentätigkeit kann aber auch andere Ursachen haben, zum Beispiel andere Krankheiten, die den Harnsäurespiegel erhöhen.

Diabetes ist zum Beispiel eine Krankheit, die Nierenfunktionsstörungen hervorrufen kann. Aber auch ein übermäßiger und regelmäßiger Alkoholkonsum kann die Nieren schädigen.

Wie äußert sich Gicht?

Die Gelenke schmerzen bei Berührung und Bewegung. Außerdem schwellen betroffene Stellen an, werden rot und erwärmen sich. Außerdem kann es zu Fieber und Kopfschmerz kommen.

Was kann man mit Ernährung bei Gicht tun?

Mit Ernährung kann man die Gicht mindern, auch wenn die Ursachen (Störung des Purinstoffwechsels, erhöhte Harnsäureproduktion) nichts mit der persönlichen Ernährung zu tun haben. Auf Alkohol sollte man in jedem Falle verzichten, vor allem auf Bier, weil dies mit seinem hohen Puringehalt die Produktion von Harnsäure anregt.

Auch andere Lebensmittel mit hohem Puringehalt sollten bei Gicht eher gemieden werden, dazu zählen zum Beispiel:

Eiweißhaltige Lebensmittel enthalten meist auch viel Purin, Milchprodukte und Eier sind dagegen fast purinfrei. Man sollte seinen Eiweißbedarf also vorrangig mit Quark, Joghurt, Käse, Buttermilch, Molke, Frischkäse, Eiern und Eierspeisen decken und weniger mit Fleisch und Fisch.

Fett lässt im Körper mehr Ketonkörper entstehen, die den Harnsäureabbau mindern. Lebensmittel mit einem hohen Fettanteil sollte man deshalb meiden. Gesunde essentielle Fette wie Olivenöl, Fischöl (aus fetten Seefischen) oder Nüsse sollte man jedoch ab und zu (mindestens 1-2 Mal die Woche) essen.

Auf Innereien wie Leber sollte man bei Gicht ganz verzichten. Außerdem sollte man täglich viel kalorienarme Flüssigkeit trinken: 2-3 Liter Wasser oder Kräutertee sind besonders gut.  Wer Übergewicht hat, sollte dieses mit Hilfe einer Diät reduzieren. Normalgewicht ist immer gut gegen die Gicht und kann auch eine Verbesserung bei anderen Erkrankungen (Diabetes, Bluthochdruck) erwirken.

Hier erfahrt ihr, wie man bei Übersäuerung essen sollte, um den Säure-Basen Haushalt in Balance zu bringen.