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Ernährung bei Magengeschwüren

Ein Magengeschwür ist eine Erkrankung der Magenschleimhaut. Unser Magen ist ständig Reizungen und Angriffen ausgesetzt, die er in Schach halten muss. Was ihn aber vor viel größere Probleme stellt, ist sein eigener Magensaft.

Dieser Magensaft ist von hause aus sehr aggressiv und zerstörerisch – das muss er ja auch, um die festen Nahrungsbestandteile während der Ernährung zu zersetzen. Der Magen hat eine Art Regulierungssystem, das ihn vor der eigenen Magensäure schützt.

Gerät das aus dem Gleichgewicht, greift die Magensäure die Magenschleimhaut an. Wenn dieser Prozess über einen gewissen Zeitraum andauert, kann durchaus ein Magengeschwür eine Folge sein.

Magengeschwür durch Bakterien

In den 1980er Jahren fanden Wissenschaftler heraus, dass ein Magengeschwür eng mit der Anwesenheit von bestimmten Bakterien einhergeht. Oder anders ausgedrückt: Magengeschwüre werden größtenteils durch spezielle Bakterien hervorgerufen, mit der sich die jeweilige Person infiziert hat. Auch andere Faktoren wie Alkohol, Nikotin aber auch Stress, können die Magenschleimhaut schädigen und das Risiko für ein Magengeschwür erhöhen.

Bei einem Magengeschwür wird heute eine medikamentöse Behandlung favorisiert. Früher entfernte man das Magengeschwür operativ. Daneben ist eine entsprechende Ernährung unerlässlich, um den Genesungsprozess zu unterstützen.

Das vorrangige Ziel ist es, seinen Magen bei der täglichen Ernährung zu entlasten. Im Zuge einer leichten Vollkost sind vor allem Speisen sinnvoll, die fettarm, mild und gekocht sind – also dem Magen nicht vor allzu große Aufgaben stellen.

Milchprodukte, wie Joghurt, können unter Umständen ein Magengeschwür in seiner Entwicklung sogar bremsen. Eine wichtige Regel: Wenig Salz verwenden. Salz strapaziert den Magen. Wer auf das Würzen der Speisen nicht verzichten möchte, kann zu Kräutern im Rahmen einer Magen-freundlichen Ernährung greifen – die sind leicht bekömmlich und schonen den Magen.

Auf Zucker, Kaffee und Alkohol bei Magengeschwür verzichten

Auch der reine Zucker macht unserem Magen unter Umständen das Leben schwer. Konfitüre und Honig können eine echte Alternative sein, da sie vom Magen leichter verdaut werden können. Auch die Wahl der Getränke sollte bei einer entsprechenden Ernährung Beachtung finden. Im Prinzip sind alle Teesorten unbedenklich.

Auf starken Kaffee und Alkohol sollte allerdings verzichtet werden. Die Grundregel im Zuge einer reizfreien Ernährung ist einfach: Keine Nahrungsmittel essen, die die Bildung von Magensäure ankurbeln. Dabei sind es nicht nur die Lebensmittel selber, sondern auch die Art ihrer Zubereitung. Gebratene und geröstete Speisen verlangen unserem Magen Höchstleistungen ab und tragen daher nicht zu einer Genesung des Magengeschwürs bei.