Tipps für gesunde Kinderzähne


Der Tag der Zahngesundheit am 25. September macht auf das Thema Mundhygiene aufmerksam. Was schadet den Zähne und wie kann man Karies vorbeugen? Hier gibt es Tipps für gesunde Kinderzähne und gegen Karies.

Milchprodukte machen Zähne stark

Ein schönes Lachen mit gesunden Zähnen - das wünschen sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Doch nach wie vor ziehen die Zahnärzte hierzulande Jahr für Jahr 10 Millionen Zähne wegen Karies oder Parodontitis. Um Zähne, Zahnfleisch und Kieferknochen stark und gesund zu halten, braucht es mehr als tägliches Zähneputzen und regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt. Mindestens genauso wichtig ist es auf eine Ernährung zu achten, die die Zähne schützt und festigt. Dazu gehören täglich drei Portionen Milchprodukte, die mit dem darin enthaltenen Kalzium dafür sorgen, dass die Zähne lange gesund bleiben.

Kinderkrankheit "Karies"

In Sachen Karies hat sich die jahrelange Aufklärungsarbeit ausgezahlt: Der Kariesbefall bei Kindern ist deutlich rückläufig. Jedoch konzentrieren sich bei 10 Prozent der Kinder 60 Prozent aller Kariesfälle. "Jüngste Erhebungen weisen daraufhin, dass die Milchzahnkaries in einzelnen Regionen wieder im Vormarsch ist. Die Eltern dieser Kinder müssen wir besonders für das Thema Zahngesundheit und zahngesunde Ernährung sensibilisieren", so Professor Dr. med. dent. Norbert Krämer von der Justus-Liebig-Universität Gießen. Denn häufig bevorzugen Kinder eher weiche Nahrung, die weniger gekaut werden muss. "Dadurch sinkt die Speichelproduktion und das schadet den Zähnen. Denn Speichel ist wichtig für die Zahnreinigung und Festigung des Zahnschmelzes nach dem Essen", so Krämer weiter.

Pausenloses Essen und Trinken schadet

Vor allem säurehaltige Speisen und Getränke entziehen dem Zahnschmelz viele Mineralien, machen ihn also weich und für schädliche Bakterien anfällig. "Wir empfehlen daher, nicht ständig etwas zu essen, sondern längere Pausen zwischen den Mahlzeiten zu machen. In diesen Pausen sorgt der Speichel dafür, dass die ausgewaschenen Mineralstoffe wieder eingebaut werden. Unterstützt wird dieser Prozess durch das Kauen von Xylit-haltigen Kaugummis", empfiehlt Krämer. Süßes sollte nicht ständig in kleinen Stückchen zwischendurch gegessen werden, sondern als Abschluss von Mahlzeiten.



Erwachsene: Wenig Kalzium - häufiger Parodontitis und Knochenschwund im Kiefer

Was für Kinder die Karies, ist für viele Erwachsene die Parodontitis (Zahnfleischschwund). Eine US-Studie mit 13.000 Teilnehmern belegt eindrucksvoll, dass Personen mit ausreichender Kalziumzufuhr weniger häufig an chronischer Parodontitis leiden. Frauen, die statt der empfohlenen 1.000 weniger als 500 Milligramm Kalzium am Tag zu sich nehmen, haben ein um 54 Prozent höheres Risiko für Parodontitis (Journal of Periodontology, 2000). "Schon junge Erwachsene müssen darauf achten, täglich etwa 1.000 Milligramm Kalzium zu essen.

Viel ist das nicht: ein Glas Milch, ein Joghurt und eine oder zwei Scheiben Käse reichen bereits aus, um den Körper gut zu versorgen. Schließlich braucht dieser das Kalzium nicht nur für gesunde Zähne und feste Knochen, sondern auch für eine gut arbeitende Muskulatur und andere wichtige Stoffwechselprozesse. Reicht die Zufuhr nicht aus, entnimmt er das Kalzium des Depots in Knochen und Zähnen", so Krämer weiter.

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Autor: Eva verfasst am 16.05.2012 14:39
Eva kocht leidenschaftlich gern. Pfirsich-Marmeladen mit Ingwer, Anti-Pasta aus dem eigenen Ofen, Fenchelsalat mit Orangenscheiben und Walnüssen - Ihrer Fantasie lässt sie dabei zum Glück ganz freien Lauf.
 
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