Gesundes Grillvergnügen
Der Sommer lässt sich dieses Jahr mächtig Zeit. Aber das sollte der Grilllust keinen Abbruch tun. Statt fettiger Bratwürste und Kartoffelsalat mit Mayonnaise geben wir euch Tipps für ein kalorienbewusstes und gesundes Grillvergnügen.
Heute Abend wird gegrillt aber ihr habt jetzt schon ein schlechtes Gewissen wegen dem vielen
Kartoffelsalat mit Mayo und den Würstchen? Keine Sorge!
Grillen muss nicht per se schlecht für die Figur sein.
Ab auf den Grill: Fleisch und Gemüse
Nehmt statt der fetthaltigen Würstchen lieber
mageres Rindfleisch, ein nicht zu durchwachsenes
Steak oder ein Lendenstück. Das ist zwar leider etwas teurer, hat aber meist die bessere Qualität. Leckere Alternativen sind auch: Pute, Hähnchenbrust, Straußenfilet oder Fisch.
Esst euch statt an Kartoffelsalat lieber an
gegrilltem Gemüse satt. Ihr könnt auch leckere Fleisch-Gemüse-Spieße zaubern!
Auch
Folienkartoffeln, einfach in Alufolie wickeln und in die Grillglut legen, sind eine gut schmeckende und sättigende Grill-Beilage.
Neben Fleisch und Gemüse sind ein gemischter
bunter Blattsalat, ein Reissalat mit viel Mais und Paprika oder ein Tomatensalat tolle Alternativen zu Kartoffelsalat mit Mayo. Treibt es hier ruhig richtig bunt!
Bei Brot und vielen Soßen solltet ihr euch etwas zurückhalten, denn darin lauern
versteckte Dickmacher. Haltet euch lieber an Fleisch, Gemüsespieße und Salat. Wenn es Grillsauce sein soll, dann statt fettiger Cocktailsauce lieber: selbst gemachte
Tomaten-Salsa, Barbecue-Sauce, Senf-Dill-Dip oder Tomatenmark mit Chilli und etwas Joghurt. Alles lässt sich einfach und kalorienarm selber machen.
Rezept für leckere, bunte Gemüsespieße:
Zutaten: Champignons, Paprika, Cocktailtomaten, Zucchini, Zwiebel, (oder jedes andere Gemüse was euch schmeckt), Olivenöl, Balsamico, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Paprika edelsüß oder Chilipulver
Zubereitung: Das Gemüse in circa 2 cm große, mundgerechte Stücke schneiden. Alles in eine Schüssel geben und mit Öl und Essig begießen. Salz, Pfeffer, zerdrückte Knoblauchzehen und nach Geschmack Paprika- oder Chilipulver darunter mischen. Das marinierte Gemüse mindestens eine halbe Stunde stehen lassen. Dann die Stücke auf Spieße stecken und ab auf den Grill!
Alternativ-Tipp: Ihr könnt das Gemüse auch durch Obst wie: Ananas, Mango, Trauben, Bananen oder Erdbeeren ersetzen und so rasch ein gesundes Dessert zaubern! Würzt die grillten Obst-Spieße mit einem Hauch schwarzen Pfeffer oder mit etwas Zimt.
Extra-Tipps zum kalorienbewussten Grillen:
- Für die Low Carb Fans unter euch: Lasst das Brot und den Kartoffel- oder Nudelsalat weg und kombiniert Fleisch mit Grünzeug oder Gemüse-Salat und Grill-Gemüse. Dabei sollte die Gemüseportion stets doppelt so groß sein wie die Fleischportion.
- Wer auf den Kartoffelsalat nicht verzichten möchte, sollte diesen statt mit fettiger Mayonnaise mit einer Joghurtsauce anrühren oder zu der bayrisch-schwäbischen Variante aus Essig und Öl Dressing wechseln.
- Vorsicht auch beim Alkohol, denn der liefert viele leere Kalorien und blockiert die Fettverbrennung. Lieber etwas weniger Bier und Wein. Für die so eingesparten Kalorien könnt ihr bei den Grill-Leckereien etwas mehr zuschlagen.
Grillen und Krebsgefahr?
Was ist dran an den Schlagzeilen, dass
Grillen gesundheitsgefährdend sein kann? Gefährlich sind die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK), die sich bilden, wenn Saft,
Fett oder Marinade vom Grillgut ins Feuer tropft. Der dann aufsteigende Rauch schlägt sich auf dem Grillgut nieder, wird mitgegessen oder auch eingeatmet. Zudem entstehen beim starken Erhitzen von Fleisch weitere schädigende Substanzen, sogenannte heterozyklische Amine (HCA).
Daher solltet ihr das Grillgut am besten in Alufolie oder auf Grillschalen legen oder den ganzen Rost mit fester Alufolie abdecken. Vermeidet auch, dass Grillgut mit Öl oder Bier zu übergießen. Tupft ölige Marinaden vor dem Grillen leicht mit Küchen-Crepe vom Fleisch ab.
Kräuter wie Thymian, Salbei und Oregano oder auch Senf mindern durch ihre enthaltenen Antioxidantien die Wirkung von PAK und HCA. Angeschwärzte Stücke an Fleisch, Würstchen oder Gemüse solltet ihr großzügig abschneiden.
Nicht zum Grillen geeignet ist geräuchertes oder gepökeltes Fleisch, denn beim starken Erhitzen bilden sich krebserregende Nitrosamine durch die Verbindung von Eiweiß mit dem Nitritpökelsalz.
Bockwürstchen,
Kasseler, Leberkäse oder Schinken gehören also nicht auf den Grill.
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Autor:
Susanne Wendel verfasst am 20.05.2011 10:52
Susanne ist Oecotrophologin und Food-Expertin aus Leidenschaft, die weiß, wovon sie spricht. Sie ist gefragte Referentin, Trainerin und Moderatorin, wenn es um Experten-Know-How zum Thema Ernährung geht. Mehr unter www.foodtrainer.de.