Obst: für jeden gut?
Zwei Portionen Obst empfehlen Ernährungswissenschaftler pro Tag, denn Obst ist gesund und liefert wichtige Vitamine und Mineralien. Doch ist Obst für jeden geeignet? Was tun, wenn man Obst nicht gut verträgt?
Viele Menschen bekommen von
Früchten wie Erdbeeren, Pflaumen oder Äpfeln
Blähungen, Bauchweh und sogar Durchfall. Schätzungsweise jeder Dritte Deutsche, so Expertenschätzungen, leidet an einer sogenannten
Fruktoseintoleranz (Fruktosemalabsorption).
Dass bedeutet, dass diese Menschen auf
den im Obst enthaltenen Fruchtzucker allergisch reagieren. Ihr Körper kann aufgrund einer Enzymstörung den Fruchtzucker nicht richtig verarbeiten.
Nun muss man nicht gleich komplett
auf jedes Obst verzichten, denn der Fruchtzuckergehalt der einzelnen Obstsorten ist sehr unterschiedlich. Betroffene sollten darum individuell ausprobieren, welche Sorte sie ohne Probleme essen können.
Kleine Fruktose-Mengen werden meist vertragen. Um herauszufinden, beim Verzehr welcher Lebensmittel die typischen Symptome wie Völlegefühl, Bauchschmerzen oder Durchfall auftreten, sollte man ein
Ernährungsprotokoll führen und darin genau aufschreiben, nach welchen Mahlzeiten die Symptome auftreten.
Fruktosereich sind vor allem Äpfel, Birnen, Pflaumen und Trauben sowie Kohl und Möhren. Fruchtzucker ist zwar vor allem in Obst und Gemüse enthalten, aber auch in Honig, Marmelade, Fruchtjoghurt, Müsliriegeln, Limonade, Cola, Süßigkeiten und natürlich in Säften. Zusätzlichen Aufschluss gibt ein spezieller H2-Atemtest beim Arzt.
Wenn man kein Obst essen kann, leidet man dann nicht an einem Vitaminmangel?
Das steht nicht zu befürchten, denn man kann seinen Vitaminbedarf hervorragend mit gedämpftes oder gedünstetes Gemüse decken. Statt der 2 Portionen Obst und der drei Portionen Gemüse pro Tag, gibt es dann eben einfach 5 Portionen Gemüse. Mehr darf es übrigens jederzeit gern sein! Übrigens versorgen auch Fleisch, Fisch und Milchprodukte versorgen den Körper mit wichtigen Vitaminen und Nährstoffen.
Menschen mit Fruktoseintoleranz sollten aber nicht nur stark fruchtzuckerhaltige Lebensmittel meiden, sondern möglichst auch Produkte die Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit (häufig in Kaugummis, Fertigsaucen und Ketchup enthalten), Mannit oder Xylit enthalten verzichten. Denn auch diese Stoffe verstärken die Symptome der gestörten Fruktoseaufnahme. Traubenzucker, im Gegensatz dazu, begünstigt die Fruktoseaufnahme.
Hier erfahrt ihr ob wie ihr statt Obst mehr Gemüse in eure Mahlzeiten integrieren könnt.
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Autor:
Peggy verfasst am 08.12.2009 09:17
Peggy beschäftigt sich seit vielen Jahren mit gesunder Ernährung und gesundem Abnehmen. Mit großer Vorliebe spürt sie neue, vergessene oder fremdartige Lebensmittel auf, testet und verkostet diese.