Weißwein im Sommer
Weißwein oder Rotwein - für viele Weintrinker ist es eine Frage der Ehre, ob sie Weißwein oder Rotwein trinken. Viele lassen nichts auf eine guten Rotwein kommen. Weißwein führte lange Zeit ein Schattendasein. Wer was auf sich hielt, trank Rotwein. So nebenbei und wenn man nichts anderes zur Hand hatte, trank man eben Weißwein.
Längst hat der Weißwein in Sachen Image aufgeholt. Gerade im Sommer schlägt seine große Stunde. Viele Weinliebhaber halten Weißwein für süffiger und leichter im Geschmack. Deshalb konsumieren sie Weißwein besonders im Sommer – Rotwein ist ihnen einfach zu schwer und zu herb für den Sommer.
Weißwein schmeckt im Sommer besser
Weißwein geht einfach schneller über die Zunge und hinterlässt bei vielen am nächsten Tag keinen bleibenden Eindruck. Allerdings sind das subjektive Ansichten und wie wir wissen, sind Geschmäcker ja verschieden. Ausschlaggebend für die Wahl kann natürlich auch auch die Zugehörigkeit zu den jeweiligen Speisen sein. So wird Weißwein eher bei hellen Fleisch serviert und Rotwein eher in Verbindung mit dunklem Fleisch.
Helles Fleisch wie
Geflügel oder
Fisch ist typisch für leicht verdauliche Sommer-Gerichte, während dunkles Fleisch wie Schwein oder Rind eher im Winter gegessen wird und weniger im Sommer. Warum der Weißwein eigentlich weiß und der Rotwein rot ist, diese Frage stellen sich viele. Nicht wenige Menschen halten krampfhaft an der Theorie fest, dass Weißwein deshalb so weiß ist, weil er aus weißen Trauben hergestellt wird.
Obwohl das oft der Fall ist, ist das nur die halbe Wahrheit, denn Weißwein kann auch aus roten Trauben hergestellt werden. Wie dass? Der Unterschied zwischen Weißwein und Rotwein findet sich in der Art der Herstellung. Einfach ausgedrückt, werden beim Weißwein die Trauben ohne Schale verarbeitet und beim Rotwein mit Schale. Und genau das macht den Unterschied aus. Denn in der Traubenschale befindet sich der relevante Farbstoff. Ohne Schale keine Farbe.
Das wiederum bringt auch Nachteile mit sich. Denn wie bei allen Früchten dieser Erde stecken auch in der Schale der Weintraube besonders viele wichtige Inhaltsstoffe. Neben
Vitaminen und Mineralien soll sich hier auch das besondere Aroma von Rotwein verstecken. Da beim Weißwein die Schale nicht in den Herstellungsprozess mit einfließt, wird Weißwein auch niemals wie Rotwein schmecken. So lautet zumindest die Theorie eines passionierten Rotwein-Trinkers.
Ein Freund des Weißweines wird wieder andere Argumente ins Felde führen, die eindeutig beweisen, dass Weißwein besser schmeckt als Rotwein. Die Liebe zum Wein kann hin und wieder blind machen. Ist eigentlich ja auch egal, denn schließlich soll ein Wein ja nur gut schmecken.
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