Cholesterinwerte zu hoch


Ist mein Cholesterin-Wert zu hoch – die Frage stellen sich heutzutage immer mehr Menschen. Allerdings liegt das nicht an einer steigenden Zahl von Krankheitsfällen sondern vielmehr an der Cholesterin-Präsenz an allen gesellschaftlichen Fronten.


Keine Werbepause vergeht, in der nicht mindestens einmal das Wort Cholesterin fällt. In den Regalen der Supermärkte stapeln sich Lebensmittel, die niedrige Cholesterin-Werte anpreisen. Selbst als nicht Konsumierender stellt man sich irgendwann zwangsläufig die Frage:

Wie hoch ist eigentlich mein Cholesterin?

Es gibt zwei Möglichkeiten, Dein Gewissen zu beruhigen: Du begibst Dich auf schnellstem Wege zu Deinem Hausarzt und du besorgst Dir vorab einen Schnelltest. Letzterer ist allerdings mit einem kleinen Aua verbunden. Durch einen Stich in den kleinen Finger wird Blut entnommen, welches dann auf einen Teststreifen getropft wird. Nach 2 bis 5 Minuten kann man sein Testergebnis einsehen. Sollte das Cholesterin zu hoch sein, nämlich über 200 Milligramm pro Deziliter Blut (ml/dl), empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen.

Die Diagnose und Behandlung sollten man dann einem Facharzt überlassen – der den Cholesterinspiegel in seiner Ganzheit betrachtet.

Wenn das Cholesterin zu hoch ist, muss das nicht bedeuten, dass für jeden Patienten ein erhöhtes Risiko besteht. Wichtig ist es in diesem Zusammenhang, die Krankheitsgeschichte (Anamnese) zu erfragen und diese im Kontext der Familie des Patienten zu beurteilen.

Weitere Variablen, welche die medizinische Einschätzung beeinflussen, sind Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck und Bewegungsmangel. Danach wird dem Patienten aus der Armvene Blut entnommen, das im Anschluss an ein Labor verschickt wird. Hier werden alle Blutfettwerte aufgeschlüsselt und zueinander ins Verhältnis gesetzt.

Entscheidend ist dabei nicht die Gesamthöhe des Cholesterins im Blut, sondern das Gewicht zweier spezielle Cholesterin-Formen. Das LDL-Cholesterin wird als schlechtes Cholesterin bezeichnet – es befördert das Cholesterin von der Leber in die Gefäße. Wenn die Blutkonzentration von diesem Cholesterin zu hoch ist, können Ablagerungen in den Gefäßen entstehen (Arteriosklerose).

Im Gegensatz zum LDL-Cholesterin kümmert sich das HDL- Cholesterin um den Rücktransport des Cholesterins zur Leber. Wenn bei einem Patienten dagegen der Wert vom HDL-Cholesterin zu hoch ist, ist sein Risiko Herz-/Kreislauferkrankungen zu bekommen, eher gering ausgeprägt. Auch sollten die Messungen nach zwei bis sechs Wochen wiederholt werden, da der Cholesterinspiegel im Laufe eines Tages variieren kann.

Und was lernen wir daraus: Wenn der Cholesterin-Spiegel zu hoch ist, muss das noch nicht heißen, dass akuter Handlungsbedarf besteht.

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