Essbare Aphrodisiaka


Seit vielen Jahrhunderten werden Aphrodisiaka, wie Kräuter, Gewürze, Früchte, Gemüse, Insekten und weiteres genutzt, um die Libido anzuregen. Funktionieren Lebensmittel als natürliche Anreger für ein aufregendes Sexualleben überhaupt?


Laut der Wissenschaft heißt die Antwort nein: Lebensmittel haben keinen Einfluss auf
sexuelles Durchhaltevermögen oder die Libido. Davon unberührt, schwören viele Menschen auf die anregende Wirkung bestimmter Lebensmittel. Wir haben sechs der angeblichen Aphrodisiaka genauer betrachtet. Egal ob sie wirken oder nicht: Schaden werden sie dem Körper nicht, denn gesund sind sie durchaus.

Austern

Einige schreiben die aphrodisierende Wirkung der Austern ihrem Zinkgehalt zu, andere ihrer äußeren Form, die an eine weibliche Vulva erinnert. Austern gelten als eines der ältesten Aphrodisiaka. Probiert Austern einfach mal mit ein paar Spritzern Zitrone und ein paar Tropfen würziger Tabasco Soße, dazu ein Pumpernickelbrot mit etwas Butter.

Schokolade

Dunkle Schokolade gilt aufgrund der enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe als natürliches Antioxidanz. Aber Schokolade soll, aufgrund ihrer Wirkung auf Neurotransmitter und Endorphine, auch glücklich machen und die Stimmung aufhellen. Wenn ihr zu Schokolade greift, dann wählt Sorten mit einem hohen Kakaoanteil von über 60 Prozent, denn der hohe Kakaoanteil, nicht der enthaltene Zucker, bringt die gesundheitlichen Vorzüge. Weil Schokolade aber auch kalorienreich ist, solltet ihr euch mit kleinen Stückchen begnügen.

Rotwein

Kaum ein romantisches Kerzenlicht-Dinner kommt ohne ein gutes Glas Rotwein aus. Der im Rotwein enthaltene Alkohol entspannt und senkt die Hemmschwelle, was in Hinsicht auf ein aufregendes Liebes-Abenteuer sicher positive Wirkung haben kann. Rotwein enthält aber auch gesunde Polyphenole, die einen positiven Effekt auf die Herzgesundheit und die Cholesterinwerte haben sollen. Aber nur in Maßen genießen, sonst sind die positiven gesundheitlichen Effekte dahin und auch die Aussuicht auf eine aufregende, lange Nacht.

Ginseng

Der asiatische Ginseng soll das Immunsystem stärken und sein Name bedeutet im Chinesischen „Jin Shen – Menschenwurzel“. Auch wenn dem Ginseng belebende und verjüngende Eigenschaften zugeschrieben werden, eine spezielle Auswirkung auf die sexuelle Stimulanz beim Menschen konnte bisher wissenschaftlich nicht bestätigt werden. Wer es dennoch versuchen will: Kocht euch die koreanische Nationalspeise „mit Ginseng gefülltes Hühnchen und Reis“ oder braut euch einen Ginsengwurzel-Tee.

Chili Schoten

Chili Schoten sollen heiße Momente ins Schlafzimmer bringen. Für die Schärfe im Chili sorgt das sogenannte Capsaicin. Es erhöht die Herzfrequenz, lässt den Schweiß perlen und setzt Endorphine frei, ähnlich denen die während des Liebesspiels ausgelöst werden. Zudem sind die enthaltenen Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe und das Vitamin C gesund für den Körper.

Avocado

Die Azteken verbinden die Avocado mit Fruchtbarkeit und gaben ihr den Namen „Ahuacatl“, übersetzt bedeutet dies: Hoden. Auch wenn die Avocados keine erwiesene Wirkung auf das Liebesleben haben, gesund sind sie dennoch, denn Avocados sind reich an Antioxidantien und einfach ungesättigten Fettsäuren.

Spargel

Die nachgesagte erotische Wirkung hängt sicher mit seiner phallischen Form zusammen. Auch wenn Spargel keine nachweisbar aphrodisierende Wirkung hat, sollte man ihn öfter essen: Viele Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe machen den Spargel zu einem gesunden Gemüse. Etwas störend ist lediglich der Uringeruch nach dem Spargel-Genuss, verursacht durch die in ihm enthaltenen schwefelhaltigen, ätherischen Öle.

Erdbeeren

Irgendwas an den Erdbeeren ist erotisch: ihre Form, ihre Farbe oder ihr Geschmack. Egal ob zu Champagner oder in Schokolade getaucht: mit Erdbeeren verbinden viele erotische Verführung. Gut so, denn Erdbeeren sind reich an Vitamin C sowie Ballaststoffen und enthalten zudem nur sehr wenige Kalorien (32 Kalorien pro 100 Gramm).

Das die vorgestellten Lebensmittel das Liebesleben wirklich stimulieren ist eher unwahrscheinlich. Dass Austern, Ginseng und Co. eine aphrodisierende Wirkung unterstellt wird, hat viel mit Mythen und Wunschdenken zu tun. Wie dem auch sei: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung hält den Körper vital und die Libido in Topform. Und im Rahmen einer gesunden Ernährung finden alle der vorgestellten Aphrodisiaka-Lebensmittel Platz.

Rezepte für Speisen mit Aphrodisiaka


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Autor: Eva verfasst am 17.04.2012 11:50
Eva kocht leidenschaftlich gern. Pfirsich-Marmeladen mit Ingwer, Anti-Pasta aus dem eigenen Ofen, Fenchelsalat mit Orangenscheiben und Walnüssen - Ihrer Fantasie lässt sie dabei zum Glück ganz freien Lauf.
 
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