Milchzuckerunverträglichkeit
Die ersten unschönen Erfahrungen mit Milch machen viele das erste Mal im Kindergarten. Die erwärmte Milch zeigt sich von ihrer unästhetische Seite – sie zieht Falten. Eine Milchzuckerunverträglichkeit ist jedoch noch unangenehmer.
Natürlich gab es damals schon die unverwüstlichen Schausteller, die vor allen Kindern dieses Überbleibsel genüsslich konsumierten und sich dadurch ein höheres Ansehen unter den Knirpsen versprachen. Aber schon von klein auf wurde uns eingebläut, wie gesund die
Milch doch ist – und das ist sie auch.
Unter den
Eiweiß- und Kalzium Lieferanten nimmt sie die Poleposition ein. Unseren Kaffee gibt sie nicht nur ein helleres Antlitz sondern macht ihn um einiges cremiger. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Kurzum, Milch ist auf unserem Speiseplan nicht weg zu denken.
Einige müssen allerdings doch auf die Nahrungsbremse treten. Die
Milchzuckerunverträglichkeit macht Milchprodukte für sie zum Staatsfeind Nummer 1 unter den Lebensmitteln. Viele stellen erst nach Jahren fest, dass sie eine
Milchzuckerunverträglichkeit in sich tragen. Jahrelang haben sie mit Blähungen, Durchfall oder auch Übelkeit gekämpft.
Schon der Spritzer Sahne beim morgendlichen Kaffe kann der Auslöser dieser Beschwerden gewesen sein. Dabei liegt die Lösung auf der Hand: Das Meiden beziehungsweise die Reduzierung von Milchprodukten auf dem täglichen Speiseplan.
Allerdings ist diese Maßnahme nicht gerade ein Kinderspiel. Denn wer soll den Gesundbrunnen Milch ersetzen? Alternative Lebensmittel können Fleisch, Fisch, Obst sowie Gemüse sein. Hier sollte allerdings eine genaue Planung vorgenommen werden, um beispielsweise den Eiweißhaushalt im Gleichgewicht zu halten.
Alle genannten Nahrungsmittel können nur in ihrer Gesamtheit die Milch ersetzen – einzeln sind ihre Anteile an Eiweiß und Calcium zu gering. Um bei einer Milchzuckerunverträglichkeit eine Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen zu vermeiden, wird empfohlen, einen
Ernährungsberater aufzusuchen. So kann man aus einem Nachteil einen Vorteil machen.
Die Milchzuckerunverträglichkeit kann der Ausgangspunkt einer gesunden Ernährungsumstellung sein und damit vielleicht der Weg in ein neues Leben. Bei einer Milchzuckerunverträglichkeit hat man keine Ausreden mehr. Jetzt muss man sich zwingen, sich für seinen Körper und vor allem seine Ernährung Zeit nehmen.
Bewusst Essen heißt die Devise. Milchzuckerunverträglichkeit lässt sich recht eindeutig anhand medizinischer Werte diagnostizieren. Zum einen kann nach der Einnahme von Milchzucker, der Zuckergehalt im Blut gemessen werden. Ist der zu niedrig, könnte eine Milchzuckerunverträglichkeit vorliegen. Eine andere Methode ist, den Wasserstoffgehalt der Atemluft zu kontrollieren.
Weist die ausgeatmete Luft nach der Einnahme von
Milchzucker eine zu hohe Konzentration an Wasserstoff auf, kann man auch von einer Milchzuckerunverträglichkeit ausgehen.
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