Zunehmen in der Schwangerschaft: Wie viel ist normal?
Eine Gewichtszunahme während der Schwangerschaft ist nichts Ungewöhnliches, ganz im Gegenteil! Wer jedoch zu viel oder zu schnell zunimmt, tut sich und dem Ungeborenen nichts Gutes.
Bereits
übergewichtige Frauen sollten vor der
Schwangerschaft versuchen abzunehmen, denn damit steigt die
Während der Schwangerschaft kann Übergewicht zu Bluthochdruck führen. Deshalb wird
übergewichtigen Müttern geraten, während der Schwangerschaft besonders achtsam zu sein und stets das Gewicht und den Blutdruck zu kontrollieren.
Im Allgemeinen sollte man aber zwischen einer
Gewichtszunahme durch Fett, dafür kann man auch regelmäßig den
Körperfettanteil mit einer Waage messen, und einer Gewichtszunahme durch die Schwangerschaft selbst unterscheiden. Hierzu ein paar Fakten, die Deine
Gewichtskontrolle erleichtern:
Zunahme im ersten Drittel der Schwangerschaft
Während des ersten Drittels der Schwangerschaft ist eine erhebliche Gewichtszunahme eigentlich nicht möglich: Der Energiebedarf der Mutter bleibt bis zum dritten beziehungsweise vierten Monat praktisch unverändert. Der
Kalorienverbrauch entspricht ungefähr dem vor der Schwangerschaft. Man muss also in diesen ersten Monaten nicht mehr essen als zuvor.
Viele Schwangere erleben in dieser Zeit jedoch Phasen mit Heißhunger und großem Appetit. Die Ursache liegt im veränderten Hormonhaushalt. Der ganze Körper bereitet sich auf die Schwangerschaft vor. Er verlangt deshalb auch nach Reserven. Eine leichte Gewichtszunahme ist noch okay, doch es sollte nicht exzessiv alles gegessen werden worauf man gerade Appetit hat.
Besonders in den ersten Monaten ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit viel
Gemüse, Obst, mageren Eiweißen aus Milch, Milchprodukten und Fleisch wichtig. Fast Food oder nährstoffarmes Fertigessen und Naschereien sollten dagegen gemieden werden.
Zunahme im zweiten Drittel der Schwangerschaft
Im zweiten Drittel der
Schwangerschaft muss man mit einer wöchentlichen Gewichtszunahme von 250 bis 400 Gramm rechnen. Der Körper hortet in dieser Phase auch verstärkt Wasser. Durchschnittlich 2,6 Kilogramm Flüssigkeit sammelt der Körper an. Das Blutvolumen und auch die Muskelmasse nehmen zu, gerade im Bereich der Gebärmutter.
Die Fettreserven, die der Körper für die Stillzeit bereit hält, belaufen sich am Ende auf durchschnittlich 2,5 Kilogramm. Mehr braucht der Körper im Durchschnitt also nicht.
Zunahme im letzten Drittel der Schwangerschaft
Im letzten Drittel ist eine Gewichtszunahme von 500 bis 600 Gramm normal, je nach Entwicklung und Wachstum des Kindes. Ab der 40. Woche, also kurz vor der Geburt, sollte das Gewicht allerdings wieder stagnieren. Dann ist das Kind praktisch voll entwickelt und zusätzliche Reserven wären unnötig.
Insgesamt sammelt sich, neben dem bisschen Baby-Speck, im Körper viel Gewicht durch folgende Entwicklungen an:
- Gebärmutter: circa 1 Kilo
- Brust: etwa 0,4 Kilo
- Erhöhte Blutmenge: circa 1,2 Kilo
- Wassereinlagerungen: sehr unterschiedlich, 2,6 Kilo oder mehr
- Zusätzliche Fettreserven für das Stillen: 2,5 bis 3,5 Kilo wären nötig
- Geburtsgewicht des Kindes: ca. 3,4 Kilo
- Plazenta: etwa 0,6 Kilo
- Fruchtwasser: circa 0,8 Kilo
Die normale Gewichtszunahme vor der Geburt hat also kaum was mit
Fett zu tun: Bei Normalgewicht der werdenden Mutter sind 13 Kilo Zunahme über die gesamte Schwangerschaft also durchaus normal. Wer mehr, gerade im ersten Drittel, zunimmt sollte seine Ernährung genau beobachten und zur Gewichtskontrolle ein Tagebuch mit Ernährungsprotokoll führen.
- Einen Zunahme-Rechner, mit dem man feststellen kann, wie viel Gewicht man ungefähr zunehmen sollte, je nach persönlichem Ausgangsgewicht, findet ihr hier.
- Wie man sich als Schwangere fit hält erfahrt ihr hier.
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Autor:
Claudia verfasst am 18.10.2009 13:23
Claudia ist begeisterte Freizeitsportlerin und seit ihrer eigenen Diät, bei der sie ganze 25 Kilo verlor, bestens über Diäten, Abnehm-Methoden und Fitness informiert. Nach ihrer Schwangerschft versucht sie nun Sport, Job und Kind unter einen Hut zu bekommen - was manchmal nicht so einfach ist.