Zusatzstoffe, die Appetit machen!
Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass kalorienreiche Lebensmittel dick machen. Die Zusatzstoffe in Fertiggerichten und Süßigkeiten können zusätzlich auch den Appetit anregen. So gerät man in einen Teufelskreis aus Essen und Zunehmen.
Die
Lebensmittelindustrie kennt etwa 3.000
Zusatzstoffe, die sie ihren Gerichten zusetzen kann. Die meisten davon sind harmlos und haben auf den menschlichen Organismus kaum eine Wirkung. Einige wenige stehen jedoch in Verruf. Sie sollen
Allergien auslösen oder den
Appetit fördern. Was ist dran an den "bösen
Zusatzstoffen"?
Man sollte vorweg wissen, dass in Deutschland und den meisten anderen westeuropäischen Ländern nur Zusatzstoffe zugelassen werden, die eine Reihe von Tests durchlaufen haben. In den
Lebensmittelunternehmen wedeln also keine verrückten Professoren mit Reagenzgläsern herum und mischen uns mit Absicht gesundheitsschädigende Stoffe unter unsere Fertig-Saucen und Diät-Limonaden.
Meist wird eine gesundheitlich negative Wirkung auch erst nach jahrelangen Einsatz dieser Zusatzstoffe festgestellt und mitunter nur an bestimmten Personengruppen. Man sollte also keine Panik bekommen, wenn man auf der
Zutatenliste einen Zusatzstoff aufspürt. Jedoch sollte man wissen, was der schlanken Figur und der
Gesundheit schaden könnte und was nicht.
Glutamat
Glutaminsäure ist ein Eiweißbestandteil (Aminosäure) und deshalb in vielen natürlichen, tierischen Lebensmitteln enthalten. Ist die Glutaminsäure in
Eiweiß gebunden hat sie keinerlei Auswirkung auf unser Geschmacksempfinden. Wird sie jedoch isoliert, dann entsteht Glutamat und das hat eine geschmacksverstärkende Wirkung.
In Fisch- und Sojasauce,
Suppen, Saucen, Würzmitteln und Fertiggerichten ist meist recht viel Glutamat enthalten. Auch Tomatenmark kann einen hohen Glutamatanteil besitzen. Es intensiviert den Geschmack salziger Gerichte und viele behaupten, man esse dadurch mehr als nötig. Alle weiteren Behauptungen, dass Glutamat Kopfweh, Schwindel oder gar Krankheiten im Nervensystem auslöst, konnten wissenschaftlich bisher nicht belegt werden.
Aspartam
Aspartam ist ebenfalls eine Aminosäure und damit ein Eiweißbestandteil. Es süßt sehr stark und deshalb wird es als Süßungsmittel oder
Süßstoff eingesetzt. Und das obwohl 1 Gramm Aspartam, wie Eiweiß und Kohlenhydrate, 4 Kalorien
liefert. Jedoch reicht ein Bruchteil davon aus, um Limonaden oder Süßigkeiten eine starke Süße zu verleihen. Deshalb wird Aspartam häufig in
Diät-Lebensmitteln eingesetzt.
Für Menschen, die mit einer Phenylketonurie leben, ist Aspartam nicht geeignet, denn der Körper spaltet Aspartam unter anderen in Phenylalanin auf. Ob der Süßstoff Aspartam mit der Krebsentstehung in Zusammenhang gebracht werden kann, dazu gibt es pro und contra, je nachdem wer die Studien iniitierte. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit stuft Aspartam in den vorgegebenen Sicherheitsmengen als unbedenklich ein.
Nitrate und Nitrite
Gepökeltes
Fleisch enthält Nitrat und Nitrite und auch Eiweiß. In einigen Tierversuchen wurde herausgefunden, dass diese Salze in Verbindung mit Eiweiß Schäden am Erbgut und der Leber zur Folge haben können. Beim Menschen konnte dieser Zusammenhang jedoch noch nicht nachgewiesen werden.
Farbstoffe
Farbstoffe stehen im Verdacht bei Kindern ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) hervorzurufen. Ganz konnten die Studien bisher weder bewiesen noch widerlegt werden. Deshalb müssen Lebensmittel in Europa, die diese untersuchten Farbstoffe beinhalten den Aufdruck "kann sich nachteilig auf die Aktivität und
Konzentration von Kindern auswirken" aufweisen.
Nicht alle Zusatzstoffe sind also nachweislich gefährlich für unseren Körper. Doch wir sollten darauf achten, dass vor allem bei
Produkten für unsere Kinder nicht zu viele Süßstoffe, Salze oder Farbstoffe enthalten sind. Zudem sind selbst zubereitete, frische Speisen wesentlich schmackhafter und meist auch kalorienärmer.
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Autor:
Katarina verfasst am 02.12.2009 09:15
Katarina liebt das Tauchen. Wenn Sie nicht gerade unter Wasser ist, tanzt sie. Seit Jahren schwingt sie beim Standard/Latein regelmäßig das Tanzbein. Neu ist ihre Garten-Leidenschaft: pflanzen und buddeln mit vollem Körpereinsatz.