Rapsöl: Gesundes Fett
Experten sind sich einig: Rapsöl ist das gesündeste Speiseöl. Grund dafür ist die ideale Fettsäureverteilung des Öls. Rapsöl erfreut sich in deutschen Küchen steigender Beliebtheit.
Gesund ist das
Rapskernöl einerseits, wegen seines hohen
Omega-3-Gehalts. Aber auch, weil es zum
Braten und Kochen sehr gut geeignet ist, denn es ist sehr
hitzebeständig. Im Gegensatz zum
Olivenöl, dessen Geschmack dem einen oder anderen zu intensiv ist, hat
Rapsöl kaum einen Eigengeschmack.
Hergestellt wird das Rapsöl aus den roten bis schwarz-braunen Kugeln der Samenschoten von Winter- und Sommerraps. Für
Speiseöl wird der Doppelnull-Raps verwendet, der nur noch circa 0,1Prozent der ungenießbaren Erucasäure und weniger Bitterstoffe enthält.
Rapsöl hat einen positiven Einfluss auf unsere Blutfettwerte
Es verfügt über einen hohen Anteil einfach
ungesättigter Fettsäuren, die in der Lage sind, den
LDL-Cholesterin-Spiegel (das „schlechte“ Cholesterin) zu senken und den
HDL-Cholesterin-Spiegel (das „gute“ Cholesterin) konstant zu halten. Zudem ist das Verhältnis der Omega-6-Fettsäuren zu
Omega-3-Fettsäuren ideal.
Doch nicht jedes Rapsöl hat eine
gute Qualität. Von der Ernte auf dem Feld bis zur Abfüllung in die Flasche kann bei der Herstellung einiges schiefgehen. Wird die Saat falsch gelagert oder ist gar verunreinigt, so kann auch das fertige Rapsöl geschmacklich schlechter sein.
Die Stiftung Warentest untersuchte 26 Rapsöle: Neun Rapsöle erhielten, aufgrund sensorischer Fehler, das Qualitätsurteil „mangelhaft“. Aber keine Panik: Gesund waren alle untersuchten Öle, die Mängel betreffen nur den Geschmack, "Sensorik" genannt.
Hinsichtlich der Herstellung unterscheidet man natives oder raffiniertes Rapsöl. Die gute Nachricht: Egal ob nativ oder raffiniert: Beide Rapsöle sind gleich gesund. Bei anderen Ölen wie Olivenöl ist dies nicht der Fall. Beim Erhitzen von Olivenöl gehen viele
Vitamine verloren, während das Rapsöl die Hitze unbeschadet übersteht.
Rapsöl Geschmack
Idealerweise schmeckt das
native (kaltgepresste) Rapsöl intensiv nussig und mitunter leicht holzig-strohig. Bei Warentest wiesen einige Öle, einen ranzigen, stichig-modrigen oder röstig-verbrannten Geschmack auf. Der war so intensiv, dass sie so nicht hätten verkauft werden dürften.
Die Bio-Rapsöle schnitten im Test nicht besser als „befriedigend“ ab: Sieben von ihnen waren sogar „mangelhaft“. Die nativen
Rapsöl-Marken von Lidl, Aldi (Süd) und Edeka überzeugten Stiftung Warentest, ebenso die raffinierten Rapsöle von Brändle, Kunella Feinkost, Rinatura und Netto Markendiscount.
Den ausführlichen
Test über Rapsöl findet ihr hier.
Welches Öl sich zum Backen und Kochen eignet und welches man lieber nur in der „kalten“ Küche verwenden sollte. Denn nicht alle Öle sind so hitzestabil wie das gesunde Rapsöl.
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