Sojamilch


Sojamilch ist ein pflanzliches Getränk, das aus dem Saft der Sojabohne gewonnen wird. Die Sojabohne ist eine Nutzpflanze, die der Familie der Hülsenfrüchte angehört. Die Sojabohne stammt aus China und wurde dort schon vor tausenden Jahren als Kulturpflanze gezüchtet.

Die ursprüngliche Sojamilch wurde aus ganzen Sojabohnen hergestellt. Die Sojabohnen wurden zusammen mit Wasser eingeweicht und als flüssiges Extrakt konsumiert. Heute ist die Sojamilch wieder in aller Munde und erlebt eine Art Renaissance. Lifestyle-Handelsketten wie Starbucks oder Dunkin Donats haben den Trend erkannt und kombinieren ihre Produkte mit Sojamilch.

Das hat die Popularität von Sojamilch gerade in westlichen Breitengraden enorm gesteigert. Vom Nährstoffgehalt her ähnelt die Milch der Sojabohne stark der Kuhmilch. Allerdings weist sie beispielsweise viel weniger Kalzium auf als die herkömmliche Kuhmilch.

 

Weniger Kalzium in Sojamilch, aber trotzdem sehr gesund!


Was die Milch aus der Sojabohne auszeichnet, ist ihr hoher Proteingehalt und ihre vergleichbar niedrige Konzentration an Fettbestandteilen. Letztere sind überwiegend ungesättigte Fettsäuren, die aus ernährungsphysiologischer Hinsicht als sehr hochwertig einzustufen sind. Sojamilch wird oft als Alternative zu herkömmlicher Milch verzehrt. Zum Beispiel ist die Milch der Sojabohne frei von Laktose und wird dadurch von Menschen mit einer Milchzuckerunverträglichkeit der Kuhmilch vorgezogen.

Sojamilch ist nicht nur nährstoffreich, sie ist auch noch gesund. Warum kennen Japaner und Chinesen praktisch keinen Herzinfarkt – Wissenschaftler sind sich sicher, dass es an der Sojabohne liegt. Soja enthält sogenannte Saponine, die im Blut Cholesterin binden und so unschädlich machen. Die Folge: Das Blut wird flüssiger und die Gefahr an Arteriosklerose zu erkranken, sinkt.

Die Saponine und Flavonoide von Sojaprodukten können zudem Krebszellen zerstören und freie Radikale bekämpfen. Das wertvolle Eiweiß der Sojamilch wiederum ist eine Art Superbenzin für unsere Muskeln und Knochen.

Auch in der Diät-Branche hat die Sojamilch längst ihren Stammplatz erobert. Die Wirkstoffe der Sojabohne binden bestimmte Enzyme, die wiederum Kohlenhydrate abbauen können. Dadurch wird der Insulinspiegel niedrig gehalten und die Gefahr der Fettdepotspeicherung verringert. Was aber Soja besonders für eine Diät prädestiniert, ist sein wertvolles Eiweiß - kein anderes Nahrungsmittel weist einen solchen Proteingehalt auf (30 Prozent).

Der Clou: Das Soja-Eiweiß besitzt eine hohe biologische Wertigkeit und kann so fast eins zu eins vom menschlichen Organismus verwertet werden. Besonders interessant ist das Eiweiß der Sojamilch für eine Low-Carb-Diät. Ein Low-Carb-Diät ist durch einen Mangel an Kohlenhydraten gekennzeichnet. Der Hauptenergielieferant ist Eiweiß.

Diese Ernährungsumstellung soll den Körper dazu führen, verstärkt Fett abzubauen. Wichtig ist es dabei hochwertiges Eiweiß aufzunehmen. Die Aufnahmequalität des Eiweißes wird außerdem durch die Kombination mit anderen Nährstoffen beeinflusst.


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