Folsäure: wichtiges B-Vitamin


Folsäure kann das Schlaganfallrisiko um fast ein Fünftel senken. Bei einer längeren Einnahme kann der positive Effekt sogar noch deutlich gesteigert werden. Xiaobin Wang vom Children‘s Memorial Hospital und Research Center der Northwestern University in Chicago veröffentlichte in der renommierten Medizinfachzeitschrift „The Lancet“ eine Analyse von acht Studien, die den Zusammenhang zwischen B-Vitaminen und Schlaganfall untersuchten.



Das Ergebnis: Eine Nahrungsergänzung mit Folsäure kann das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, um 18 Prozent senken. Dauert die Zugabe dieses B-Vitamins länger als 36 Monate an, dann ist das Risiko sogar um 29 Prozent niedriger!

Wenn der Homocysteinwert im Blut durch die Gabe von Folsäure um 20 Prozent gesenkt werden kann, lässt sich eine Verringerung des Schlaganfallrisikos um 23 Prozent feststellen, so die Aussagen der Metaanalyse.

 

Folsäureversorgung in der Schwangerschaft


Folsäure kommt in grünem
Gemüse und in Vollkornprodukten reichlich vor. Ein Folsäuremangel kann sich bei einer einseitigen und ballaststoffarmen Ernährung bemerkbar machen. Die täglich empfohlene Menge von 400 Mikrogramm wird dann kaum aufgenommen, erst recht nicht die 600 Mikrogramm, wie sie als Minimaldosis während der Schwangerschaft empfohlen werden.

Für eine gesunde Entwicklung des Babys ist eine ausreichende Versorgung mit Folsäure unbedingt sicherzustellen.

Auch Frauen, die die Pille nehmen, müssen darauf achten, dass genügend Folsäure in ihren Körper gelangt. Die Pille verschlechtert die Aufnahmefähigkeit von Folsäure im Verdauungssystem, was durch eine Mehraufnahme von Folsäure ausgeglichen werden sollte.
 

Folsäure kombiniert mit anderen B-Vitaminen


Weil bei der Nahrungsergänzung nur mit Folsäure die Gefahr auftritt, dass der Vitamin B12-Spiegel nicht korrekt ermittelt werden kann, verabreichen Mikronährstoff-Profis einen Vitamin B-Komplex, der sämtliche Vitamine der B-Gruppe enthält. Im Vorbild Natur kommen die B-Vitamine ebenfalls ausschließlich als der Gruppe vor, niemals einzeln.
 

Besser denken mit Folsäure


Folsäure verbessert auch die Denkleistung. Bei einer Großangelegten Studie in den Niederlanden zeigte sich, dass eine Langzeit-Gabe von Folsäure die Denkleistung älterer Menschen verbessert. 818 Teilnehmer zwischen 50 und 70 Jahren nahmen über drei Jahre hinweg täglich entweder 800 μg Folsäure oder ein Placebo ein.

Am Ende des Zeitraums waren bei der Folsäure-Gruppe die Gedächtnisleistung, die Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit und die sensomotorische Geschwindigkeit deutlich besser als bei der Placebo-Gruppe. Eine weitere Studie lässt darauf schließen, dass altersbedingtes Nachlassen der Hörfähigkeit durch Folsäure verlangsamt wird.
 

 

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Autor: Dr. med. Roland Ballier verfasst am 21.06.2009 12:16
Dr. med. Roland Ballier ist Präventiv- und Notfall-Mediziner sowie Anti-Aging Experte und beschäftigt sich seit Jahren mit Stoffwechselerkrankungen, Übergewicht und dessen Folgen. Dr. Ballier ist immer noch als Notarzt im Einsatz und seine Leidenschaft gilt dem Fliegen.
 
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