Jod: wichtiges Spurenelement


Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Spurenelemente sind Mineralien, die im menschlichen Körper in sehr kleinen Mengen vorkommen. Das Spurenelement Jod nimmt besonderen Einfluss auf die Funktion unserer Schilddrüse. Wird der Körper mit zu wenig Jod versorgt, äußert sich das in Ausschüttung der Schilddrüsenhormone.

Schilddrüsenhormone sind vor allem für Wachstum und die Zellteilung in unserem Körper verantwortlich. Besonders die embryonale und frühkindliche Entwicklung kann enorm beeinträchtigt werden, wenn die Versorgung mit dem Spurenelement Jod nicht im ausreichenden Maße funktioniert.

Mit Jod haben wir alle schon schon einmal Bekanntschaft gemacht – allerdings auf eine eher unliebsame Art und Weise. Das Spurelement wird auch als Desinfektionsmittel verwendet. Im Ersten-Hilfe-Kasten der Großmutter hat Jod nie gefehlt. Als Kinder haben wir Jod verdammt. War es ein aufgeschlagenes Knie oder eine Schnittwunde – jeden Tag gab es etwas mit Jod zu verarzten. Der Erstkontakt brennt wie Feuer. Kein Wunder, dass es vielen Kindern schon beim Anblick des Jod-Fläschens die Tränen in die Augen trieb.


Jod muss über Nahrung aufgenommen werden 


Jod ist ein essentielles Spurenelement – das heißt, es kann nicht von unserem Körper hergestellt werden. Dieser ist bei der Versorgung von Jod auf die Nahrungszufuhr angewiesen. Im Normalfall liegt der Bedarf an Jod bei zweihundert Mikrogramm - bei schwangeren Frauen ist er etwas höher. Das Spurenelement Jod findet man besonders in Fisch und Meerestieren. Auch mit Eiern und Milch kann man seinen Jod-Bedarf decken.

Allerdings gibt es nur wenige Nahrungsmittel, die Jod in ausreichender Menge enthalten – deshalb wird empfohlen, Speisen zusätzlich mit Jod-Salz zu würzen. Die Symptome eines Jodmangels sind nur schwer auszumachen und können über Jahre unerkannt bleiben. Müdigkeit, Antriebslosigkeit und ein verstärktes Schlafbedürfnis gelten als Indizien für einen Jodmangel und damit einer Unterfunktion der Schilddrüse. Weitere Anzeichen für einen Jodmangel sind eine weiche und weiße Haut, die aufgrund von Wassereinlagerungen im Unterhautfettgewebe hervorgerufen werden und die überreizten Stimmbänder, die sich in einer veränderten Stimme zeigen.

Wer seinen täglichen Bedarf durch die Nahrung nicht decken kann, ist auf spezielle Jod-Präparate angewiesen, die in Abstimmung mit dem Arzt verabreicht werden. Bei dieser Anwendung kann es unter Umständen zu Nebenwirkungen kommen: Nebenwirkungen einer Einnahmen durch jodhaltige Medikamente können sich in Überempfindlichkeitsreaktionen wie Fieber oder Akne äußern.  


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