Omega 3 Fette für Fischmuffel
Egal ob Babys, Kinder oder Erwachsene: Fisch und die in ihm enthaltenen Omega 3 Fette sind gut für die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Im höheren Alter sollen sie sogar Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Makuladegeneration sowie Demenz vorbeugen. Was aber tun, wenn man keinen Fisch mag oder wenn man eine Eiweißallergie hat und darum keinen Fisch essen darf?
Frischer Fisch ist gesund und das besonders wegen des darin enthaltenen
Omega 3 Fischöls. Um auf die empfohlene Menge von täglich mehr als 0,2 Gramm
Omega-3-Fettsäuren zu kommen, solltest Du bevorzugt
fette Fischsorten essen.
Am Besten sollte der Fisch gedünstet, gegrillt oder gebacken werden, zum Beispiel im Ofen in der Alufolie.
Frittierte Fischgerichte können ungesunde Transfette enthalten, die beim starken oder wiederholten Erhitzen von Fetten (z.B. beim Frittieren) entstehen. Lest dazu auch unser Kochanleitung:
Fisch kochen leicht gemacht.
Omega-3 und Omega-6 Fette sind unterrepräsentiert
Professor Koletzko von der Universitäts-Kinderklinik München: „Mit unserer üblichen Ernährung erreichen wir zwar eine hohe Zufuhr an
Omega-6-Fettsäuren, sowohl in Form der Omega-6-Vorläuferfettsäure Linolsäure aus pflanzlichen Fetten als auch in Form der Omega-6-LC-PUFA aus Fleischwaren und Eiern.
Dagegen liegt in Mitteleuropa die mittlere Zufuhr an
Omega-3-Fettsäuren deutlich unter den empfohlenen Mengen. Eine reichliche Zufuhr von Omega-3-Vorläuferfettsäuren wird durch regelmäßigen Verzehr von
Rapsöl erreicht, die Omega-3-LCPUFA nehmen wir vor allem mit Seefisch und Meeresfrüchten zu uns“.
Es gibt aber viele Menschen, besonders häufig Frauen, die gar keinen Fisch mögen. Das Robert-Koch-Institut in Berlin beziffert die Menge auf 16 Prozent der Deutschen. Für sie ist es wichtig, mit Omega 3 Fettsäuren angereicherte Lebensmittel oder auch Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Eine Option ist es zudem, statt Olivenöl auf Rapsöl zurückzugreifen. Als Zusatz für Salate, in den
Quark oder in andere kalte Speisen ist Leinöl gut geeignet.
Fischölkapseln werden als Nahrungsergänzungsmittel in der Drogerie oder Apotheke angeboten. Diese unterscheiden sich häufig in der Qualität des enthaltenen
Fischöls sowie in der Dosierung. Lasst euch darum von eurem Arzt oder Apotheker vor dem Kauf beraten.
Den Fischölkapseln sollte
Vitamin E zugesetzt sein, weil die empfindlichen Fettsäuren dieses als Oxidationsschutz benötigen. Die
Stiftung Warentest hat verschiedene Fischöl-Kapseln gestestet, wobei die meisten Präparate das Urteil „gut“ erhielten. Es fanden sich bei den untersuchten Fischölkapseln kaum Qualitätsunterschiede, so dass man beim Kauf auch über den Preis und nicht entscheiden kann.
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Autor:
Dr. med. Roland Ballier verfasst am 21.01.2010 08:50
Dr. med. Roland Ballier ist Präventiv- und Notfall-Mediziner sowie Anti-Aging Experte und beschäftigt sich seit Jahren mit Stoffwechselerkrankungen, Übergewicht und dessen Folgen. Dr. Ballier ist immer noch als Notarzt im Einsatz und seine Leidenschaft gilt dem Fliegen.