Vitamin D: das Sonnenvitamin
Vitamin D wird landläufig auch als „Sonnenvitamin“ bezeichnet, denn der Körper kann es bei Sonnenschein selbst bilden. Es ist vor allem für unseren Knochen-Stoffwechsel wichtig. Wenn ultraviolette Sonnenstrahlen auf die Haut treffen, bildet der Körper Vitamin D aus bestimmten körpereigenen Substanzen.
Vitamin D ist daher das einzige
Vitamin, das der Mensch zumindet teilweise selber produzieren kann. Gerade im Winter oder für Menschen, die kaum an die
Sonne kommen, reicht das aber oft nicht aus. Gute Nahrungsquellen für Vitamin D sind überwiegend
tierische Lebensmittel, besonders fettreicher
Fisch,
Fleisch und
Eier.
Vitamin D ist vor allem für das Wachstum und die
Ausbildung der Knochen und Zähne äußerst wichtig. In Form von Vitamin D3 (Cholecalciferol) wirkt es mit bei der Differenzierung der Knochenstammzellen, bei der Regelung des gesamten Kalziumhaushaltes des Körpers sowie beim
Stoffwechsel der Mineralstoffe Kalzium und Phosphat, die ebenfalls am Aufbau der Knochen beteiligt sind.
Vitamin D stärkt Knochen
Seit den 1920er Jahren ist bekannt, dass Vitamin D das Auftreten von Rachitis verhindert. Unter Rachitis versteht man eine Störung der Mineralisierung von neu gebildeter Knochenkittsubstanz und damit die Erkrankung des wachsenden Knochens bei Kindern. Damals wurde Kindern Vitamin-D-reicher Lebertran verabreicht, heute gibt es Tabletten oder Zusätze (Vitamin-D-Prophylaxe), um den täglichen Vitamin-D-Bedarf zu decken.
Ursache für einen
Vitamin-D-Mangel kann eine ungenügende Sonneneinstrahlung in den Wintermonaten oder nicht ausreichender Aufenthalt im Freien, beispielsweise bei Bettlägerigkeit kranker oder alter Menschen, sein. Auch chronische Darm-, Leber- oder Nierenerkrankungen können zu einem Mangel an Vitamin D führen.
Geht darum regelmäßig nach draußen, auch im
Winter! Um den Bedarf an Vitamin D zu decken genügt schon ein 15-minütiger Aufenthalt in der Sonne dreimal pro Woche.
Säuglinge und ältere Menschen über 65 sollten zusätzlich mehr Vitamin D über die Nahrung oder durch
Vitamintabletten zu sich nehmen. Ferner sollten Vegetarier besonders in den Wintermonaten auf ausreichende Zufuhr achten.
Eine Überdosierung von
Vitamin D auf natürlichem Wege ist kaum möglich, weil bei längerem Aufenthalt in der Sonne, der Körper die Eigenproduktion reguliert Eine andauernde Zufuhr durch Nahrungsergänzungsmittel sollte mit dem Arzt abgestimmt werden.
Um den durchschnittlichen Tagesbedarf zu decken, reichen beispielsweise folgende Mengen dieser Lebensmittel aus:
- 250 g Champignons
- 200 g Eiersalat
- 130 g Scholle
- 30 g Lachs oder
- 30 g geräucherte Forelle
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Autor:
Dr. med. Roland Ballier verfasst am 01.12.2009 10:55
Dr. med. Roland Ballier ist Präventiv- und Notfall-Mediziner sowie Anti-Aging Experte und beschäftigt sich seit Jahren mit Stoffwechselerkrankungen, Übergewicht und dessen Folgen. Dr. Ballier ist immer noch als Notarzt im Einsatz und seine Leidenschaft gilt dem Fliegen.