Zerstört Kochen die Vitamine im Gemüse?
Viele Vitamine reagieren empfindlich auf zu viel Wasser und zu große Hitze. Kocht man das Gemüse „tot“, so bleiben nicht mehr viele der wertvollen Vitamine und Mineralstoffe erhalten.
Darum ist
schonendes Kochen, oder besser
Dämpfen, angesagt. Besonders die wasserlöslichen Vitamine wie
Vitamin C, B-Vitamine und
Folsäure gehen schnell verloren, wenn sie in zu viel Wasser gekocht werden.
Das Wasser sollte darum nur
sparsam eingesetzt werden und vor allem, sollte es nach dem Kochen nicht weggeschüttet werden. In dem
Gemüse Kochwasser haben sich viele Vitamine angesammelt, darum nutzt den Gemüse-Sud als Soße oder püriert das
Gemüse direkt darin. So gehen die wenigsten
Vitamine und Mineralien verloren.
Schonendes Kochen schützt Vitamine
Wesentlich besser als das
Gemüse in einem großen Topf mit Wasser zu kochen, ist das Dämpfen mit ganz
wenig Wasser. Das geht hervorragend in der
Mikrowelle, in einer Mikrowellenschüssel oder in einem
Dampfgarbeutel (z.B. von "Toppits").
Fettlösliche Vitamine, wie Vitamin A und Vitamin E freuen sich über ein wenig Fett beim Kochen oder Braten. Wer also Möhrengemüse kocht, kann vor dem Servieren einen kleinen Klecks Butter oder Rapsöl dazu geben.
Bei einigen Gemüsesorten, wie zum Beispiel bei frischem Spinat, reicht es, dass Gemüse nur kurz zu blanchieren. Blanchieren steht für kurzzeitiges Garen: Dazu einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und dann das Gemüse ganz kurz ins kochende Wasser geben.
Die Blanchierdauer variiert nach Gemüsesorte. Spinat nur sehr kurz (1-2 Minuten), robustere Gemüsesorten wie Blumenkohl oder Brokkoli etwas länger (5 - 8 Minuten) blanchieren. Danach das Gemüse mit der Schaumkelle herausnehmen und kalt abspülen. So wird der Garprozess gestoppt und das Gemüse behält seine frische Farbe.
Den im Gemüse enthaltenen
sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien, wie zum Beispiel dem hitzebeständigen Lycopin in den Tomaten, macht das Kochen dagegen nichts aus. Die bleiben erhalten, auch bei großer Hitze.
Im Gegenteil: Lycopin wird dadurch für den Körper besser "bioverfügbar". Durch das Erhitzen werden die Lycopin-Bindungen zu Proteinen gespalte und die wertvollen Carotinoide lösen sich aus den Zellwänden. Auch Lycopin wird besser im Verbindung mit Fett vom Körper aufgenommen. Also einen Schuss Olivenöl zur
Tomatensauce geben.
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Autor:
Eva verfasst am 25.08.2009 12:26
Eva kocht leidenschaftlich gern. Pfirsich-Marmeladen mit Ingwer, Anti-Pasta aus dem eigenen Ofen, Fenchelsalat mit Orangenscheiben und Walnüssen - Ihrer Fantasie lässt sie dabei zum Glück ganz freien Lauf.