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Esskastanien: Die Marone und ihre Inhaltsstoffe

Jedes Kind liebt Kastanien. In erster Linie, weil sich Kastanien im Herbst so wunderschön sammeln lassen. Wer kennt sie nicht, die Stunden unter dem Kastanienbaum mit einem Stock in der Hand – auf der Suche nach dem idealen Wurf, der möglichst viele Kastanien vom Baum zur Erde befördert. Was viele nicht wissen, diese Kastanienart hat mit Esskastanien nichts gemeinsam.

Esskastanien, auch Maronen genannt, gehören zur Familie der Buchengewächse – die Kastanien, die Kinder im Herbst sammeln, sind in der Regel Rosskastanien. Obwohl Rosskastanien wie Esskastanien aussehen, sind sie mit ihnen nicht verwandt – Rosskastanien gehören zur Familie der Seifenbaumgewächse. Das ist kurios, denn die Früchte ähneln sich stark in ihrem Aussehen.

Auch Maronen haben anfangs eine grüne, derbe Fruchthülle oder Schale, die mit langen und dicht wachsenden Stacheln besetzt ist. Bei Rosskastanien sind die Stacheln nicht ganz so dicht angeordnet wie bei Esskastanien und wirken nicht so behaart. Auch die Früchte selber sind sich sehr ähnlich. Einziger Unterschied: In der stachligen Fruchtschale  verbergen sich bei den Maronen in der Regel mehr Früchte – meist befinden sich drei Esskastanien im so genannten Fruchtbecher. Zudem besitzen die Früchte der Maronen an der Basis eine markante Narbe, die an eine Zwiebel erinnert.

Esskastanien sind auch in Deutschland begehrt

Esskastanien sind, wie ihr Name schon vermuten lässt, essbar. In Mittel- und Südeuropa werden Maronen angebaut, um die essbaren Früchte zu ernten. In den Bergregionen dienten Esskastanien lange Zeit als Hauptnahrungsmittel für die einfache Landbevölkerung. Auch in der heimischen Küche finden Maronen heutzutage Verwendung. So finden Esskastanien ihren angestammten Platz oft als Beilage oder als Füllung bei Fleisch- und Wildgerichten. Für gewöhnlich werden Maronen bei zweihundert Grad in den Backofen geschoben, wo sie für etwa zehn Minuten ausharren und rösten. Danach werden sie von ihrer Schale befreit und sind servierfertig. Das Besondere an Esskastanien ist ihr markanter süßlicher Nussgeschmack.

Das Geheimnis: Beim Kochen oder Rösten wird die Stärke teilweise in Zucker umgewandelt – wobei der charakteristische Geschmack beim Rösten stärker auftritt. Wenn die Tage wieder kürzer, stürmischer und kälter sind, werden Maronen oft in Verbindung mit Salz und Butter verzehrt. Oft werden sie auch auf Weihnachtsmärkten angeboten. Kastaniencreme oder das Kastanieneis aus Esskastanien sind nicht nur in Deutschland begehrte Süßspeisen.