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Fasten ist nicht gleich Fasten

Beim Fasten arbeitet der Körper am Leistungslimit – deshalb sollte der Prozess des Fastens auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Man muss sich einfach mal in den Körper versetzen – der hat nämlich keine Ahnung von unseren Plänen, er weiß nicht, dass das nur eine vorübergehende Phase ist.


Deshalb ist es allzu verständlich, dass er rebelliert und uns mit Kopfschmerzen und niedrigem Blutdruck die Boten seiner Unzufriedenheit schickt. Obwohl es beim Fasten die unterschiedlichsten Formen gibt, steht im Allgemeinen das Verzichten auf feste Nahrung im Vordergrund. So kann man zum Beispiel fasten, indem man überwiegend Säfte zu sich nimmt.

Obwohl Säfte Kalorien enthalten, kann man mit einer Saft-Diät viele Pfunde verlieren. Neben Obst- und Gemüsesäften wird die Fastenkur mit viel Wasser und Tee umrahmt. Eine außerordentliche Belastung für Körper und Geist stellt das Tee-Fasten dar.

Orangensaft-fasten|pixelio.de/Simbamo|www.pixelio.de/details.php?image_id=340375Eine echte Willensprobe, denn Tee enthält im Prinzip keine Kalorien. Bei dieser extremen Form des Fastens ist es wichtig, einen Ernährungsexperten oder einen Facharzt zu konsultieren, der die Fastenkur überwacht. Eine moderate Variante des Fastens ist die Molke-Kur.

Nährreiche Inhaltsstoffe wie Kalium, Kalzium, Milchzucker und Eiweiß dämpfen das Hungergefühl und versorgen den Körper trotz allen Verzichts mit wichtigen Nährstoffen. Fasten erfordert nicht nur einen starken Willen sondern setzt auch eine genaue Planung voraus.

Bevor die Hauptphase der Fastenkur anbricht, sollte man ein paar Tage der Vorbereitungszeit einkalkulieren – so kann sich der Körper an den bevorstehenden Nahrungsentzug gewöhnen. Viel Trinken lautet die Devise! Auch ist es sinnvoll, auf Fleisch, Süßigkeiten und Alkohol zu verzichten.

Einstimmen auf das bevorstehende Fasten lässt sich am besten mit leichtem Essen sowie viel Obst und Gemüse. Aber nicht nur das Ernährungsvolumen soll hier gedrosselt werden, auch mental ist es wichtig, zur Ruhe zu kommen. Wichtige berufliche oder private Termine müssen unbedingt außen vor gelassen werden.

Ein schöner Nebeneffekt von dem viele Fastende berichten, ist das empfundene Aufräumen des Kopfes, das einem zur Ruhe kommen lässt. Es wird angenommen, dass der menschliche Körper in Zeiten des Nahrungsmangels bestimmte Gehirnregionen stärker aktiviert.

Aber auch nach dem Fasten ist es wichtig, sich nicht abrupt seinen alten Eßgewohnheiten hinzugeben – auch wenn die Verlockung noch so groß ist. Auch hier muss sich der Körper wieder langsam umgewöhnen. Die so genannten Aufbautage sollten mindestens ein Drittel der gesamten Fastenkur einnehmen.

Auch wenn es man kaum glauben ist, Fasten kann süchtig machen. Der Körper schüttet geradezu euphorische Mengen an Glückshormonen aus.