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Fett macht fett, fettarm macht schlank?

Weil Fett der Nährstoff mit den meisten Kalorien ist, liegt es nahe, Fett in der Nahrung zu reduzieren und damit gleichzeitig weniger Kalorien zu sich zu nehmen. So in der Art: die Butter weglassen, die Käsescheibe etwas dünner, dafür die Brotscheibe dicker. Macht auch statt, hat aber weniger Kalorien.


Das Fett zu reduzieren funktioniert insofern gut zum Abnehmen, weil man sich satt essen kann. Das alleine reicht aber nicht aus, denn die Fettreduktion hat zwei entscheidende Haken: Die Lebensmittelindustrie hat den Fettsparwahn längst erkannt und kennzeichnet mittlerweile alles Mögliche als "fettarm" und "ohne Fett".

Was aber längst nicht bedeuten muss, dass es sich dabei um ein gesundes Produkt handelt. Gummibärchen beispielsweise enthalten tatsächlich kein Fett. Stattdessen aber viel, viel Zucker, und den erwähnt niemand. Lasst euch von den Versprechungen nicht täuschen und schaut aufs Etikett. Vielleicht sollte man mal auf Äpfel draufschreiben "ohne Fett", denn da würde es auch stimmen.

Gesund
abnehmen|istockphoto.com/JulienGrondin|www.istockphoto.com/stock-photo-4156543-croissant-on-white-background.phpDer zweite Haken bei der Fettreduktion ist der, dass viele Menschen genau an der falschen Stelle sparen.

Der Körper braucht nämlich Fett, und zwar die ungesättigten Fettsäuren aus Ölen, Nüssen und fettem Fisch. Wer mittags das Salatöl gegen ein fettarmes Joghurtdressing tauscht und dafür nachmittags ein Stück Kuchen isst, hat gesundheitlich nichts gewonnen. Nicht weniger Fett, sondern das richtige Fett, lautet die Devise!

Wie viel Fett ist erlaubt?

Fett als energiereichster Nährstoff sollte maximal 30 Prozent der täglichen Gesamtkalorienzufuhr ausmachen. Das sind circa 60 bis 80 Gramm Fett pro Tag. Doch wie viel ist das?

Um euch ein Gefühl zu vermitteln, haben wir für euch eine Auflistung typischer fettreicher Lebensmittel:

  • 1 Schokocroissant (circa 60 Gramm): 12 Gramm Fett
  • 100 Gramm Fleischsalat: 19 Gramm Fett
  • 1 Stück Sahnetorte: 25 Gramm Fett
  • 2 Wiener Würstchen: 28 Gramm Fett
  • 100 Gramm Chips: 39 Gramm Fett
  • 1 Tiefkühl Salami Pizza: 52 Gramm Fett
  • Snickers (60 Gramm): 17 Gramm Fett
  • 150 Gramm Pommes Frites: 15 Gramm Fett
  • 100 Gramm geröstete Erdnüsse: 50 Gramm Fett
  • 1 Hamburger Royal TS: 34 Gramm Fett

Sind Light-Produkte besser?

Die Bezeichnung „light“ oder „leicht“ bedeutet, dass ein Lebensmittel weniger eines Inhaltsstoffes enthält. Welcher das ist, ist nicht vorgeschrieben. So kann „light“ kalorienreduziert, zuckerreduziert, fettreduziert, salzreduziert oder Cholesterinreduziert bedeuten.

Light-Produkte sind häufig weniger geschmacksintensiv, weil sie weniger des Geschmacksträgers Fett oder Zucker enthalten. Es besteht die Gefahr, dass von den „Light“-Lebensmitteln größere Mengen verzehrt werden, denn „light“ suggeriert, dass unbeschwert viel davon genossen werden kann.

Meist handelt es sich aber um kalorienreduzierte Varianten normalerweise recht fetthaltiger Produkte wie Salami, Leberwurst, Mayonnaise oder Fleischsalat. Deren Light-Version ist dann häufig immer noch recht reichhaltig. Reichhaltiger als ein anderes, von Natur aus fettärmeres Lebensmittel. Eine Light Salami zum Beispiel, enthält 18 Prozent Fett, während ein ganz normaler Schinken ohne Fettrand nur zwei Prozent Fett enthält.

Lest hier über Fettspartipps und wie ihr versteckte Fette finden könnt.