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Fettverbrennung mit Krafttraining

Der Mythos ist weit verbreitet: Muskeln verbrennen Fett oder Krafttraining fördert die Fettverbrennung. Die Aussagen sind im Prinzip nicht falsch – allerdings muss man diese Behauptungen stärker relativieren.


Grundsätzlich verbrauchen Muskeln für ihre Arbeit ein bestimmtes Maß an Energie – das leuchtet ein. Es leuchtet auch ein, dass bei einem größeren Muskelvolumen mehr Energie verbraucht wird. Wenn wir also durch gezieltes Krafttraining einen Muskelaufbaubewirken, steigt der energetische Gesamtumsatz unseres Körpers – das muss aber nicht mit einer reinen Fettverbrennung einhergehen.

Krafttraining-Fettverbrennung|istockphoto.com/DrGrounds|www.istockphoto.com/file_closeup.php?id=435831Denn unser Körper bezieht seine Energie aus verschiedenen Quellen. Zu allererst greift er immer auf die ihm zugeführte Nahrung zurück. Erst wenn diese Menge nicht mehr ausreicht, um seinen Energiebedarf zu decken, greift er auf seine Reserven zurück. Dann nämlich findet in den Fettzellen eine Fettverbrennung statt.

 

Fettverbrennung mit Muskelarbeit

Die eiserne Reserve zapft der Körper nur sehr widerwillig an, da sie für schlechtere Zeiten gedacht ist. Auch gewährt der menschliche Organismus den Kohlenhydraten in der Regel den Vorrang. Denn diese sind einfacher und schneller zu verwerten. Erst wenn die Kohlenhydrat-Reserven im Körper erschöpft sind, schreitet der zur Fettverbrennung.

In der Regel laufen auch bei einem Krafttraining beide Prozesse parallel ab – sowohl die Fettverbrennung als auch die Verwertung aus Kohlenhydraten. Oft dominiert bei einer sportlichen Belastung ein Prozess den anderen. Abhängig ist das von der Art der Belastung. Ein Krafttraining mit leichten Gewichten über einen längeren Zeitraum mit dynamischen Bewegungsmustern ruft eher den aeroben Stoffwechsel auf den Plan.

Den aeroben Stoffwechsel kann man mit der Fettverbrennung gleichsetzen. Steht dem Organismus ausreichend Sauerstoff zur Verfügung und handelt es sich um eine moderate Belastungsform mit niedrigen energetischen Anforderungen, wählt er die Fettverbrennung. Der aerobe Stoffwechsel läuft langsam ab, ist aber deutlich effektiver als der anerobe Stoffwechsel (Kohlenhydrate) – der Körper kann bei gleicher Ausgangslage – eine größere Energiemenge freisetzen.

Ein Krafttraining, das starke und schnelle Intensitäten beinhaltet, bezieht seine Energie vornehmlich aus Kohlenhydraten. Die Fettverbrennung findet bei dieser Art von Training weniger intensiv statt. Allerdings fördert diese Form von Krafttraining den viel gerühmten Nachbrennungseffekt. Der ist umso höher und hält länger an, je stärker die Belastung war.

Sogar im Schlaf kann dieser die Aktivierung der Muskulatur bewirken. Wenn wir nach einer starken Belastung dann die Zufuhr an Kohlenhydraten reduzieren und diese Lücke beispielsweise mit Eiweiß schließen, läuft die Fettverbrennung auf Hochtouren. Na dann: Guts Nächtle, wie der Schwabe sagen würde.