Eigentlich ist es ein Erfahrungsbricht mit Optifast... ;-)
Tja, da hatte ich mal Langeweile und hab mal im Netz rumgesucht, wer wohl auch in anderen Foren mit "meinem" Programm (
Optifast) guten Erfolg erzielt hat. Hier habe ich leider erst niemanden gefunden, aber wo ich schonmal hier bin, erzähl ich einfach mal, wie es mir ergangen ist.
Eigentlich wollte ich ein Magenband oder was auch immer für eine OP, damit ich endlich wieder dünner werde. Nach fast 20-jähriger Zu- und Abnehmgeschichte mit den diversen bekannten und unbekannten Methoden, habe ich mit 142,6 kg meinen persönlichen Weltrekord erreicht. Ich bin arbeiten gegangen, kam nachmittags nach Hause und habe gefressen, was das Zeug hält. Auf dem Sofa versteht sich! Da bin ich dann auch fast angewachsen. Kennt Ihr das, wenn man erst Anschwung nehmen muss, wenn man aufstehen will?! Schlimm!
Es gab so ein paar Situationen, die mich dann erstmal in Depressionen haben verfallen lassen, um dann endlich tätig zu werden. Es musste was passieren!
Nach wochen- und monatelangem Sammeln von Bescheinigungen, Attesten, Fotos usw. hab ich bei der KK ein Magenband beantragt. 1,5 Jahre meines Lebens hab ich beantragt, Absagen einstecken müssen und widersprochen - bis hin zum Sozialgericht. Dort hat die Richterin leider die Klage abgewiesen. Heul- und Wutanfall war die Folge!
Die KK sollte/musste mir aber etwas anbieten, denn die Richterin sagte damals: "Also wenn jemand mit Problemen kommt, dann helfen Sie doch auch!" Da ich von einem Freund wusste, dass er auch abnehmen wollte, hat er mir gesagt, womit und ich bin der KK zuvor gekommen und habe denen direkt am Folgetag eine Mail geschickt, ob sie das s.g.
Optifast 52-Programm unterstützen. Und sie haben!
Über 2/3 der Kosten haben sie übernommen und ich begann das Jahresprogramm im letzten Jahr Ende April.
46,6 Kilogramm sind seitdem vergangen und ich halte die schon seit Mai!!!!
Ich kann mich nur bei der Richterin bedanken, dass sie damals nicht meinem Antrag entsprochen hat, denn damals war ich so verzweifelt, dass ich alles mit mir hätte machen lassen, ehrlich!
Wer also was darüber wissen möchte, kann mich gerne fragen!
Ich hoffe auf interessante Rückmeldungen!
LG
Engellieder
artifax
am 24.08.2010
23:45 Uhr
Wie geht denn das mit dem Optifast? Sind doch so Shakes oder?
Und was hat das gekostet (also alles zusammen, inklusive der Kostenübernahme durch deine Krankenkasse)?
Meine Schwester hat so arg schlimmes Übergwicht und ist verzweifelt auf der Suche nach einer funktionierenden Diät. Und bei ihr geht es nicht mehr mit Weight Watchers, Brigitte Diät & Co - sie braucht meiner Meinung nach wirklich fachlich kompotente Unterstützung.
Das mit einem Magenband fände ich aber zu krass (und natürlich auch zu teuer - kostet doch bestimmt ein paar 1.000 euro, oder?)
Danke für deine Antwort und nochmal - wirklich Respekt vor deinem Durchhalten!
LG, artifax
Engellieder
am 25.08.2010
17:48 Uhr
Billig ist das Jahresprogramm natürlich auch nicht, aber ich bin heute froh, dass ich mich nicht habe operieren lassen. Das sollte wirklich nur der aaaaaaaaaallerletzte Schritt sein. Und die Ernährungsumstellung muss so oder so sein! Man kann mit Magenband auch nicht einfach dann nur das essen, was man vorher gegessen hatte, nur eben weniger.... und ob das mit einem "Kabelbinder" im Bauch sooo toll ist, wage ich zu bezweifeln.
Muss aber jeder selber wissen. Ich will das jetzt auch nicht schlecht machen. Ich war ja schliesslich auch irgendwann mal soweit!
Also das Programm kostet um die 3.000 Euro. Natürlich erstmal viel Geld. Meine KK hat gut 2/3 davon bezahlt. Blieben mir also knapp 1.000 Euro übrig. Da man aber im Vorfeld schon regeln kann, dass das - bei Unterstützung der KK! - direkt verrechnet wird, wären das im Monat durchscnittlich an die 100 Euro. Ich hab einfach mal ziemlich gerundet... ;-)
Es wird eh ein Finanzierungsplan gemacht. Ob mit oder ohne Übernahme der KK. Alles auf einmal muss man also nicht abdrücken.
Mal ganz ehrlich! Wenn ich mir das im Nachhinein überlege, habe ich so viel Geld im Leben für Lebensmittel augegeben, da sind im Jahr bestimmt mehr als 3.000 Euro bei rumgekommen!
Im Endeffekt habe ich in diesem Jahr sogar Geld gespart!
So, solltest Du noch weitere Fragen haben, frag was das Zeug hält! ;-)
LG
engellieder
PS: auf der Optifast-Seite steht über mich was bei "Aktuelles" drin.
Engellieder
am 29.08.2010
09:10 Uhr
Chilli2611
am 02.09.2010
11:56 Uhr
das is ja wirklich beeindruckend. 46 Kilos weg !!! Mein Glückwunsch hierzu. Bei mir sind es jetzt kurz vor Ende der Fastenphase (11. Woche) knapp 20 Kilos und ich finde das spitze.
Ab nächster Woche aber gibt es endlich wieder was normales zu essen. Auf der einen Seite freue ich mich da riesig drauf, aber auf der anderen Seite habe ich auch wirklich Schiß davor. In der Beutelphase wußte ich, dass ich nnichts essen darf und jetzt wird es dann so "ein bisschen was, aber nicht zuviel". Also nicht entweder oder sondern es heißt abwägen. Wie hast du das denn in den Griff bekommen? Es wäre nett, wenn du hierfür ein paar Tipps hättest.
LG
Chilli 2611
Engellieder
am 02.09.2010
19:50 Uhr
Schön, endlich mal von jemandem zu lesen! ;-)
Also, was ganz wichtig ist, ist das Schreiben des Fasten- bzw. Ernährungsbegleiters! Ich habe in dem Jahr vllt. 4 - 5 Mal das Heft nicht geführt - Streber also... ;-) Aber im Ernst - es ist sehr wichtig, das zu notieren, was man isst und trinkt. Es muss einem einfach bewusst werden, wann man was zu sich nimmt.
So, nun zur Umstellungsphase.
Ich hatte das Glück, dass meine erste Mahlzeit auf den Geburtstag meiner Freundin fiel, die einen Brunch machte. Ich habe sie gefragt, ob sie auch ein Körnerbrötchen und Putenaufschnitt für mich da hat, weil ich halt wieder mit dem Essen anfange. Das war natürlich kein Problem. Es war wie Weihnachten! Man schmeckt endlich wieder das, was man isst. Und durch die nette Geburtstagsrunde hatte man auch irgendwie das Gefühl, dass das jetzt was besonderes ist.
Was ich den nächsten Tag esse, habe ich mir immer genau überlegt. Da ich alleine wohne, hatte ich ja eh alle Lebensmittel aus dem Haus verbannt und konnte so nun wieder ganz von vorne anfangen, was das Einkaufen der Lebensmittel angeht. Das war richtig toll. Vorkochen tu ich übrigens bis heute nicht. Die Portionen, die ich mir mache, sind dann eben für eine Mahlzeit ausreichend, denn ich weiss, wenn was übrig ist oder es steht was da, dann muss es weg. Und wenn man das im Vorfeld verhindern kann, sollte man das auch so machen.
Also keine Angst! Beschäftige Dich mit Deinen Mahlzeiten und versuche mal, Deine erstes richtiges Essen schön zu zelebrieren und zu geniessen! Jeden Tag aufs neue! Bei mir hats geklappt. :-)
Du schaffst das schon.
Lass wieder von Dir hören!
Engellieder