Verfasst von
DeeSpax
am 19.10.2010
07:03 Uhr
Kann zu viel Sport krank machen?
Hallo,
ich habe vor kurzem gelesen, dass man, wenn man zu viel Sport macht, das Immunsystem schwächen könnte.
Eigentlich schüttet man ja beim Sport das Hormon Adrenalin aus. Wenn man allerdings, meist unbemerkt, zu viel Sport macht und seinen Körper so überfordert, soll wohl auch Cortisol ausgeschüttet werden und den Körper dann so für Stunden bis Tage empfänglicher machen für Krankheitserreger, denen so zu sagen die Tür offen halten.
Ist da was dran? Und wie bemerke ich, dass ich meinen Körper überfordere? Das einem der Sport machmal mehr und manchmal weniger Spaß macht ist ja normal, aber überfordert man seinen Körper, wenn man trotz weniger Lust das Programm trotzdem durchzieht?
Ich kann es mir nicht recht vorstellen, aber ich bin da halt kein Experte.
MfG
DeeSpax
Alexandra Huschke
am 21.10.2010
09:12 Uhr
es ist tatsächlich so, dass Sport nicht in jedem Falle gesund ist und sogar krank machen kann. Nämlich dann, wenn man dem Körper keinerlei Pausen gönnt. Regeneration ist das A und O, egal ob für Freizeit- oder Leistungssportler. Denn nur in den Regenerationsphasen wachsen die Muskeln, Sehnen und Knochen werden gestärkt und Energie wird aufgenommen und gespeichert.
Wer es mit dem Sport übertreibt, der kann auch sein Immunsystem schwächen. Beim Sport werden zwar freie Radikale gehemmt und das Immunsystem somit unterstützt, aber auch das Stresshormon Cortisol wird ausgeschüttet, welches Zellen schwächt und für Krankheitserreger angreifbar macht.
Welches Maß an Sport gesund ist, ist von Person zu Person und von Sportart zu Sportart unterschiedlich. Auch kommt es bei der Regeneration weniger auf die Quantität als auf die Qualität an. Einsteiger brauchen jedoch längere Regenerationspausen zwischen zwei Trainingseinheiten, am besten 48 Stunden. Umso besser trainiert man ist, desto schneller regeneriert sich der Körper auch wieder.
Nach dem Ausdauersport regeneriert sich der Körper schneller als nach einem Krafttraining. Auch spielt die Intensität des Trainings eine Rolle: Ein kurzer Tempolauf ist für den Körper unter Umständen anstrengender als ein langsamer Dauerlauf, ein High Intensity Training (HIT) ist zehrender als eine Stunde Pilates. Man sollte die Regenerationsdauer also immer an das Training anpassen und flexibel bleiben.
Die richtige Ernährung spielt bei der Regeneration auch eine Rolle: Wer vitaminreich und mineralstoffreich isst, der unterstützt den Körper in Regenerationsprozessen. Eine mangelhafte Ernährung in Verbindung mit viel Sport führt hingegen zu Leistungsabbau und Beschwerden.
Überbelastung kann sich u.a. in folgenden Symptomen äußern:
- Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlaflosigkeit (auch häufiges Auftreten des so genannten "Restless Legs Syndrom")
- Stagnation beim Training: Keine Verbesserungen messbar
- Schmerzen (Gelenke, Muskeln, Sehnen, etc.)
- Häufiges Erkranken
Fehlende Lust zum Training spricht dagegen eher für zu wenig Abwechslung. Wenn man sich absolut nicht motivieren kann, dann sollte man es auch mal einen Tag sein lassen und lieber in die Sauna gehen, statt sich zu quälen. Oder man probiert etwas Neues aus.Die Regeneration unterstützen und der Überbelastung entgegenwirken kann man mit folgenden Dingen: