Wie normalisiere ich wieder meinen Stoffwechsel
Verfasst von
schokobabe79
am 30.03.2011
22:32 Uhr

Wie normalisiere ich wieder meinen Stoffwechsel

Hallo Peggy,
ich bin 31 Jahre alt und habe folgendes Problem.
Vor ca 1,5 Jahren habe ich meinen sohn bekommen, die schwangerschaftskilos gingen dank Appetitlosigkeit schnell runter und somit habe ich mein Wunschgewicht von 57 kilo schnell erreicht.  Ich habe so lange ich denken kann immer mit meinem Gewicht und meiner Figur Probleme gehabt und es nie mit Hilfe von Diäten unter 60 kg geschafft. Also war ich natürlich sehr froh darüber.
Leider kam meine Schokosucht schnell wieder zurück und ich hatte immer wieder Fressanfälle.....unmengen an schokolade und süßes und danach herzhaftes in mich reingepackt. Tja dank des Jojo Effekts bin ich nun wieder bei 61 kg und sehr unglücklich darüber.
Ich will unbedingt diese kilos wieder verlieren, aber irgendwie schaffe ich es nicht lange genug durchzuhalten eine Diät zu machen und dann kommt mal wieder so eine Heißhungerattacke und schwupps ist es wieder drauf und noch mehr.
Ich würde gerne ein ganz normales essverhalten haben. Leider weis ich nicht mal wieviele Kalorien ich zu mir nehmen muss um abzunehmen und normal zu essen. Ich denke durch dieses hungern, dann wieder vollstopfen ist mein Körper völlig durcheinander und der Grundumsatz komplett unten.
Wie kann ich das denn alles wieder normalisieren?? Ich will nicht mein Leben lang immer nur sehr wenig essen und dann wieder heißhunger bekommen.....dafür esse ich einfach zu gerne und will mir ja auch mal was gönnen.
Also wieviele kalorien soll ich zu mir nehmen damit das klappt?? Und nimmt man dann erst zu und später ab oder sollte man die Zufuhr langsam erhöhen??
Achso sport mache ich auch täglich....crosstrainer und Bauch beine po übungen, aber das gleicht natürlich so ein fressanfall auch nicht aus....

Über eine schnelle antwort würde ich mich freuen.
Gruß und danke Schokobabe79
Verfasst von
Danny1001
am 06.04.2011
14:31 Uhr
Hallo Schokobabe, die empfohlene Kalorienmenge um abzunehmen ist definitiv abhängig von deinem Bewegungspensum. Bei gleichzeitiger täglicher sportlicher Betätigung, z. B. Fahrrad fahren, ist eine Kalorienmenge von ca. 1.300 günstig. Ich habe früher 100 KG gewogen bei einer Größe von 173 cm. Ich habe dann innerhalb eines Jahres 35 KG abgenommen indem ich mich an diese 1300 Kalorien gehalten habe, zusammengesetzt aus viel viel Obst und Gemüse, fettarme Milchprodukte und hauptsächlich mageres Geflügelfleisch oder Fisch. Allerdings habe ich mir IMMER regelmässig einen "Schummeltag" gegönnt, an dem ich dann gezielt auch mal was "ungesunderes" gegessen hab, wie z. B. ne Portion Pommes oder ein bis zwei Riegel Schoki oder nen Stück Kuchen. Das hab ich meist auf den Sonntag gelegt. So hatte ich die ganze Woche was worauf ich mich freuen konnte und das hat mir zusätzlich immer als Motivation gedient. Ausserdem hab ich die Erfahrung gemacht, daß das, was man sich ständig selbst verbietet (z. B. Schokolade) den ALLERGRÖSSTEN Reiz auf einen ausübt. Und dadurch, dass ich es mir immer wieder in Maßen gestattet hab, kam bei mir nie dieser Fressflash, wo ich dann die Sachen in Unmengen in mich reingestopft hätte. Zudem isst man dann sein Stück Schokolade mit viel viel mehr Genuss, wenn man es nur noch einmal die Woche macht. Ich wünsch dir viel viel Erfolg beim Umsetzen und Durchhalten. Dani1001
 oder 
Verfasst von
ingolemo
am 08.04.2011
18:25 Uhr

Hallo Schokobabe,

 

Deine Schilderung hört sich ein wenig nach „Neandertaler-Syndrom“ an. Unsere Vorfahren hatten das gleiche Problem, allerdings nicht künstlich hervorgerufen, sondern naturgegeben. Bei Verfügbarkeit an Nahrung haben die alles in sich hineingestopft was ging, da die nächste Hungerperiode bereits auf sie wartete. Bei diesem auf und ab wird der Körper bei Nahrungsverfügbarkeit dazu konditioniert, soviel wie möglich zu speichern um in schlechten Zeiten davon zu zehren. Diesen „Memory-Effekt“ kann man eben mit künstlichen, sich wiederholenden Hungerperioden und Diäten züchten. Daher ist es auch logisch, das Dein Gesamtstoffwechsel in die Schieflage gekommen ist.

 

Ein ähnliches Problem, allerdings in Zusammenhang mit Sport, findest Du hier im Forum unter: http://www.abnehmen.net/forum/diaeten/fragen-zu-diaeten/diaet-mit-nahrungsergaenzungsmittel

 

Du hast natürlich vollkommen recht, dass Du Dein Essverhalten ohne Frust und Zwänge normalisieren solltest. Essen sollte zu den angenehmen Dingen des Lebens gehören und nicht zum emotionales GAU werden.

 

Weißt Du wann die Hungerattacken genau auftreten? (Nach dem Sport, morgens, abends,…)

Wie groß bist Du?

Bist Du im Moment hauptsächlich Mutter und Hausfrau oder arbeitest Du nebenher noch?

Wie sieht ein durchschnittlicher Tagesablauf bei Dir aus?

Wie ernährst du Dich im Moment (wann isst Du wie viel und was) und wie würdest Du gerne essen? Was ist beim Essen für Dich wichtig? Was magst Du, was weniger?

Hast du jemals ein Ernährungsprotokoll geführt?

Wie sind die Ernährungsgewohnheiten Deines Mannes?

 

Sorry wegen der vielen Fragerei, aber vielleicht kann ich Dir auf der Basis Deiner Antworten eine Möglichkeit anbieten, mit der Du etwas anfangen kannst.

 

Sei Dir aber bewusst, dass dieser (Umstellungs-/Normalisierungs-)Prozess eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen wird. So kurz in einem Monat bekommst Du keine langfristigen Resultate.

 

Würde mich freuen, wenn ich Dir dabei helfen kann.

 

LG ingolemo

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