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Fürs Immunsystem: Wirken probiotische Joghurts?

Hunderte von Joghurts warten in deutschen Supermärkten auf ihre Käufer: light, fettarm, Diät-Joghurt, mit Früchten, mit Cappucino-Flocken, mit Ceralien und Joghurt mit Probiotika. Probiotische Joghurts kosten fast doppelt so viel wie der normale Joghurt und versprechen gesundheitlichen Nutzen für den Verdauungstrakt und das Immunsystem durch ihre ganz besonders wertvollen Bakterien.

Der 4er Pack 100 ml Actimel Fläschen kostet ca. 1,99 Euro, einen 500 ml Becher Naturjoghurt gibt es für 99 Cent. Sind die probiotischen Joghurts wirklich ihr Geld wert? Studien zeigen, dass probiotische Bakterienkulturen bei Magen-Darm-Problemen helfen und das Immunsystem stärken können. Das kann aber auch normaler Joghurt.

Probiotische Joghurts wirken genau wie normaler Joghurt auf die Verdauung?

Eine Studie der Universität Wien verglich die Wirkung von Actimel mit normalem Joghurt und fand kaum Unterschiede in der Wirkung. Einziger Unterschied war, dass der probiotische Joghurt den Cholesterin-Stoffwechsel besser unterstützte, indem sich der Wert des „guten“ HDL-Cholesterin erhöhte, das „schlechte“ LDL-Cholesterin wurde sowohl vom probiotischen Joghurt als auch vom normalem Joghurt gesenkt.

Probiotischer Joghurt schnitt auch in Studien zur Behandlung von Durchfällen etwas besser ab als normaler Joghurt.

Damit die Joghurtbakterien ihr Immun- und Darmstärkende Wirkung entfalten können, müssen sie täglich und über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen gegessen werden. Egal ob normaler Joghurt oder probiotischer Joghurt. Bei Ersterem wird der tägliche Verzehr jedoch deutlich billiger.

Joghurt als wichtiger Nährstofflieferant von unter anderem Eiweiß und Kalzium sollte grundsätzlich auf keinem Speiseplan fehlen. Man kann aber auch getrost zu preiswerteren Produkten greifen, um seiner Darmflora und dem Immunsystem etwas Gutes zu tun.

Am besten ist und bleibt – hinsichtlich Preis und Inhaltsstoffen – im Rahmen einer kalorienbewussten Ernährung der ganz normale Naturjoghurt. Wer es fruchtig mag, schneidet frische Früchte der Saison hinein.

Probiotische Joghurts wie z.B. Actimel von Danone haben zu viel Zucker (Zuckeranteil von zehn bis zwölf Prozent) und Fruchtjoghurts tun sich vor allem durch künstliche Aromen und viel zugesetzten Zucker hervor.

Wie auch bei anderen Lebensmittel gilt auch beim Joghurt: Bringt Abwechslung in die Küche! Andere Sauermilchprodukte wie Buttermilch, Sauerkraut oder Kefir aktivieren unser Immunsystem und die Darmflora ebenfalls. Statt Joghurt kann also ruhig mal eine ordentliche Portion Sauerkrautsalat oder ein Glas Buttermilch genossen werden.