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Genuss statt Übergewicht

Übergewicht kann durch mangelnden Genuss am Essen verursacht werden. Wer genießt, bleibt schlank beziehungsweise kann besser abnehmen. Das Essen zu genießen ist ein Prozess, der nicht nur über unsere Geschmacksnerven im Mund reguliert wird. Genuss ist auch Kopfsache. Im Gehirn findet das Genießen hauptsächlich über das Lustzentrum statt.


Die Studie einer Universität in Texas fand nun heraus, dass Übergewicht seine Ursache auch in der Störung dieses Lustzentrums haben könnte. Es wird vermutet, dass Übergewichtige weniger Befriedigung und Genuss beim Essen empfinden und deshalb mehr essen, um diesen Mangel zu kompensieren.

Genießen|istockphoto.com/lisegagne|www.istockphoto.com/file_closeup.php?id=295593Die Befriedigung beim Essen lässt jedoch mit der Menge nach. Ein Teufelskreis für Übergewichtige: Sie essen mehr um die Lust zu befriedigen, vermindern damit jedoch die Stimulierung des Lustzentrums, so dass genau das Gegenteil eintritt: noch weniger Genuss beim langsam Essen.

 

Lust und Genuss regeln unser Gewicht

Die Studie hat in Versuchen feststellen können, dass die Stimulierungsfähigkeit des Lustzentrums mit dem Übergewichtsrisiko zusammenhängt. Getestet wurde das an jungen Frauen. Sie tranken einen Schoko-Milchshake während die Forscher gleichzeitig die Stimulation ihres Lustzentrums ansahen.

Ergebnis: Frauen, deren Lustzentrum geringer durch Trinken des Milchshakes stimuliert wurde, neigten eher zur Fettleibigkeit. Das Lustzentrum Übergewichtiger setzt beim Essen von Süßigkeiten und anderen Leckereien weniger Dopamin (Glückshormon) frei.

Interressant ist dabei, ob eine solches Dopamin-Defizit mit dem Übergewicht hervorgerufen wird oder ob es schon angeboren ist. Die Forscher vermuten bisher nur, dass bei Übergewichtigen weniger Dopamin-Rezeptoren, also Produzenten des Glückshormons Dopamin, vorhanden sind. Zumindest das weist auf eine Veranlagung zu Übergewicht hin.

 

Glück: der Schlüssel zum schlank sein

Glück ist ein Schlüssel zum Abnehmen. Wer genügend Glückshormone freisetzt, braucht weniger Essen. Beim Sport und bei der Liebe setzen wir weit mehr Dopamin frei, als durch einen Schokoriegel. Wer dem Frustessen und dem Übergewicht entgegen wirken will, setzt sich also am besten auf das Fahrrad, geht eine Runde schnell spazieren oder flirtet was das Zeug hält. Damit wird die Schokolade überflüssig.

Bei vielen Übergewichtigen braucht es aber weit mehr als eine Runde Radfahren oder Flirten. Mit den Jahren kann es zu einer Ess-Sucht kommen. Der Dopamin-Haushalt ist dann vollkommen aus dem Gleichgewicht und die Betroffenen brauchen neben einer Diät auch psychologische Betreuung.

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