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Geschlechterkampf im Fitness-Studio (2)

Im Teil 1 des Geschlechterkampfes waren die Männer dran. Abnehmen und Muskeln aufbauen geht auch mit Hilfe von Cardio, Aerobic & Co. Heute sind die Frauen dran, denn die scheuen sich oft vor Hanteln, Bankdrücken und Muskelaufbau.
 
Frau-Power-Muskeln|istockphoto.com/JBryson|www.istockphoto.com/file_closeup.php?id=5998309Lasst Euch Mädels gesagt sein: Gewichtstraining und Krafttraining ist nicht nur was für Männer! Auch Frauen können damit gute Trainingserfolge erzielen, abnehmen und ihren Körper weiblich aber athletisch formen. Doch Frauen haben häufig Angst vor schweren Gewichten und Kraftübungen. Wieso?

 

Die Ängste der Frauen

  • Sie wollen nicht zunehmen und denken, dass Muskeltraining sie dick und bullig aussehen lässt. Dabei wollen die Ladys schlank und „straff“ durchs Leben gehen.
  • Meist bleibt der Oberkörper beim üblichen Bauch-Beine-Po-Training relativ untrainiert, so dass ein Krafttraining für Arme und Rücken für Frauen sehr anstrengend sein kann.
  • Nun ist der er Mensch leider so gestrickt, dass ihm nur Sachen Spaß bereiten, die er (schon) beherrscht. Weil die Kraft (noch) fehlt, haben viele Frauen auch keine Lust Kraft aufzubauen.
  • Im Fitness-Studio ist die Ecke der Hantelbanken und Gewichte oft den Männern vorbehalten (das denken zumindest die Frauen).

Aber, liebe Frauen, Ihr müsst keine Angst haben. Hier einige Gründe, die für das Krafttraining sprechen:

  • Frauen produzieren im Vergleich zu Männern nur etwa ein Drittel des Hormons Testosteron. Testosteron hilft dabei, Muskeln aufzubauen. Selbst wenn eine Frau Jahre lang intensiv Krafttraining machen würde, fehlt ihr immer noch das nötige Testosteron für große Muskeln wie sie Männer erreichen können.
  • Unsere Großmütter sahen auch nicht aus wie Hulk, konnten jedoch bergeweise Wäsche und kiloweise Kartoffeln schleppen. Dabei hatten die wenigsten Gewichtsprobleme. Die Muskelarbeit war damals Alltagsbewegung. Heute müssen wir kaum noch schwer arbeiten und uns fehlt die Kraft in den Armen und im Rücken. Das können wir mit gezieltem Gewichttraining ausgleichen.
  • Die Männer im Freihantel- und Kraftbereich sind in der Regel sehr hilfsbereit und leider oft kompetenter als der Trainer des Fitness-Studios. Gemeinsam mit einer Freundin lassen sich die ersten Hemmungen leicht überwinden. Man wird aber schnell merken, dass es kaum schiefe Blicke gibt, also keine Scheu!
  • Gewichttraining formt schöne Muskeln, die man so mit anderen Trainingsmethoden nicht erreicht.
  • Gewichttraining sorgt auch für Körperbalance und schult die Koordination / Reaktion der einzelnen Muskelgruppen.

 

Abnehmen mit Krafttraining

Du verbrennst mehr Kalorien, wenn Du mehr Muskelgruppen trainierst. Zusätzliche Muskeln reduzieren außerdem den Körperfettanteil, weil sie kontinuierlich Energie verbrennen, also auch wenn Du fernsiehst oder schläfst.

Durch erhöhte Muskelaktivität kommt auch der Stoffwechsel in Schwung. Gleichgewichtssinn, Koordinationsfähigkeit und Reaktionsvermögen werden mit Krafttraining sehr gut geschult. Mehr Muskeln zu haben, beeinflusst auch unsere Knochen positiv: Das Osteoporose Risiko lässt sich durch gezielte Muskelübungen minimieren.

Und weil den Frauen das „straff sein“, was mit den Muskeln an sich erst einmal nichts zu tun hat, so wichtig ist: Krafttraining kräftigt das Bindegewebe und mindert die Dellen (Cellulite), die durch Fettpolster im Bindegewebe entstehen.

 

Krafttraining, so kann’s losgehen:

Frauen können genau wie Männer trainieren. Es spricht nichts dagegen, dieselben Übungen durchzuführen. Allerdings solltest Du langsam anfangen und Dich Schritt für Schritt an schwerere Gewichte herantasten.

Für jede große Muskelgruppe kannst Du verschiedene Übungen in Dein Fitnessprogramm aufnehmen. Schau Dir hier ein paar mögliche Übungen an. Versuch pro Übung jeweils drei Sätze à 15 Wiederholungen durchzuführen. Faustregel: Beim 3. Satz sollten die letzten drei Wiederholungen sehr anstrengend sein, aber noch korrekt durchgeführt werden. Dann ist das Gewicht genau richtig für Dein Trainingslevel.

Frauenmuskeln ermüden langsamer als Männermuskeln. Dafür sind sie aber auch nicht für schwere Gewichte gebaut. Der Reiz, der beim Krafttraining an den Muskel übermittelt wird und den Muskel während der Regeneration zum Wachsen zwingt, sollte daher über die Dauer des Trainings und nicht über die absolute Schwere des Gewichts gesteuert werden. Kurz: längere Trainingsdauer, lieber öfter trainieren, dafür leichtere Gewichte.