Blutzuckerspiegel


Der Blutzuckerspiegel kennzeichnet die Konzentration des Zuckers im Blut. Mit Zucker ist dabei der Glucoseanteil gemeint. Glucose ist der wichtigste Energielieferant des Körpers.

Als einziger Energieträger kann Glucose die Blut-Hirn-Schranke des Organismus überwinden. Die Blut-Hirn-Schranke ist die physiologische Barriere zwischen Blutkreislauf und Nervensystem. Glucose ist ein Einfachzucker und wird der Gruppe der Kohlenhydrate zugeordnet. Der Blutzuckerspiegel nimmt besonders in der Medizin eine wichtige Rolle ein.

Ein dauerhaft überhöhter Blutzuckerwert kann eine Vielzahl von Krankheiten bedingen. Besonders bei Diabetes ist er von tragender Bedeutung. Diabetes ist eine Stoffwechselkrankheit die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel charakterisiert ist. In der Medizin unterscheidet man zwischen zwei Formen: Dem Typ 1 und dem Typ 2.

 

Blutzuckerspiegel und Diabetes

Typ1-Diabetes ist ein Art genetischer Defekt, der dazu führt, dass allmählich Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört werden. Dadurch wird Insulin nicht mehr im ausreichenden Maße produziert. Die Folge ist ein zu hoher Blutzuckerwert. Typ-2-Diabetes kann zwar auch schon im Kindesalter eintreten, macht sich in der Regel aber erst mit fortlaufendem Alter durch spezielle Symptome bemerkbar.

Hierbei produziert die Bauchspeicheldrüse zwar genügend Insulin – allerdings reagieren die aufnehmenden Zellen nach und nach resistenter gegenüber diesem Botenstoff. So dass auch hier ein zu hoher Blutzuckerspiegel die Folge ist. Bei Typ 1 müssen die Betroffenen regelmäßig Insulin spritzen, um den Blutzuckerspiegel in einem gesunden Rahmen zu belassen.

Die zweite Form der Diabetes kann mit natürlicheren Methoden bekämpft werden. Ein gezieltes Bewegungsprogramm und eine ausgewogene Ernährung können den Blutzuckerwert dauerhaft stabilisieren. Ein erhöhter Zuckerwert im Blut schädigt die Blutgefäße und die Nervenbahnen. Spätschäden von Diabetes sind Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall.

 

Der Blutzuckerspiegel beim Abnehmen

Aber auch beim Abnehmen nimmt der Blutzuckerspiegel eine entscheiden Position ein. Denn sein Anstieg ist eng mit entsprechenden Hirnregionen vernetzt. So hat er beispielsweise großen Anteil am Hungergefühl. Das ist umso größer je schneller der Blutzuckerspiegel ansteigt.

Studien konnten belegen, dass das Hungergefühl größer ist, wenn der Anstieg und das Abfallen des Spiegels in einem kleinen Zeitrahmen erfolgt. Wenn dieser in kurzer Zeit schnell und stark ansteigt, regiert die Bauchspeicheldrüse mit einer größeren Ausschüttung an Insulin. Insulin reguliert die Zuckerkonzentration im Blut wieder, indem es die Glucose direkt abbaut.

Wenn dagegen die Zuckerkonzentration im Blut langsamer ansteigt, schüttet die Bauchspeicheldrüse auch moderater Insulin aus. Belohnung erfahren wir dann mit weniger stark ausgeprägten Hungergefühl. Durch eine gezielte Ernährung kann man direkten Einfluss auf seinen Blutzuckerspiegel nehmen.

Das Zauberwort heißt: Komplexe Kohlenhydrate. Für die Verwertung dieser benötigt unser Körper nämlich viel mehr Zeit und schüttet dadurch moderater Insulin aus. Wie sagt man so schön: In der Ruhe liegt die Kraft.


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