Body Mass Index stirbt aus
Neueste Studien zeigen: Der Body Mass Index ist aus medizinischer Sicht veraltet. Ein hoher Body Mass Index geht nach Ansicht der Mediziner nicht mit einem höheren Risiko einher, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden.
Was drückt der Body Mass Index aus? Der Body Mass Index steht für das Verhältnis von Körpergewicht und Körpergröße. Anhand der Ergebnisse soll beurteilt werden, ob eine Person Übergewicht hat oder nicht. Beim Body Mass Index wird das Körpergewicht durch das Quadrat der Körpergröße dividiert. Als Normalgewicht gilt in der Regel ein Wert zwischen 18,5 und 25. Allerdings ist der Body Mass Index zwingend vom Alter der jeweiligen Person abhängig. Mit Hilfe des
BMI (Body Mass Index) soll Menschen mit Übergewicht schneller geholfen werden. Je schneller das krankhafte
Übergewicht diagnostiziert werden kann, um so höher sind die Erfolgsaussichten. Dass Übergewicht Auslöser vieler Folgeerkrankungen ist, steht unumstößlich fest. So gehen auf das Konto von Übergewicht unter anderem
Bluthochdruck, Diabetes
oder Arteriosklerose.
Nur wie aussagekräftig ist der Body Mass Index? Wie schon anfangs erwähnt, hält der Body Mass Index neueren medizinischen Erkenntnissen nicht mehr stand. Vielmehr rückt eine andere Größe in den Fokus der medizinischen Diagnostik: Der Taillenumfang. In zahlreichen Untersuchungen konnte der Zusammenhang zwischen Taillenumfang unter einer Reihe von Zivilisationskrankheiten zweifelsfrei hergestellt werden. Der Body Mass Index reicht also nur bedingt aus, um herauszufinden, wie groß das gesundheitliche Risiko für Menschen mit Übergewicht ist.
Taillenumfang versus BMI
Offensichtlich gibt es Unterschiede im menschlichen Körper, was die Fettverteilung angeht. Fettzellen sind nicht gleich Fettzellen. Mediziner sprechen von „gutem“ Fett und von „schlechtem“ Fett. Besonders die Fettdepots der Taille treiben den Medizinern die Sorgenfalten ins Gesicht. Fett, das sich am Bauch oder an der Taille ansammelt, hat die Eigenschaft, Entzündungen im Körper auszulösen. So bestimmt das Bauchfett zum Beispiel das Entwicklungstempo der Arteriosklerose.
Ähnlich wie beim Body Mass Index wird auch bei der Beurteilung des Taillenumfangs die Körpergröße ins Verhältnis gesetzt. Je größer also eine Person ist, umso mehr Bauchumfang darf diese haben, ohne mit einem höheren Krankheitsrisiko zu rechnen. Als Grenzwert gilt die Zahl 0,5. Bei Ergebnissen über 0,5 sollte man einen Arzt aufsuchen, der im Anschluss weitere Untersuchungen durchführt. Andere Mediziner wiederum beziehen sich auf absolute Werte. So ist bei Männern ein Taillenumfang von 94 Zentimetern als grenzwertig angesehen – bei Frauen sind es 88 Zentimeter.
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