Wechseljahre: Was tun?


Sojaprodukte in allen Varianten enthalten wertvolle Isoflavone, die präventiv gegen Herz-Kreislauf-Erkankungen und Krebs wirken und vor allem für Frauen in den Wechseljahren günstig sind. Doch was bringen Hormonpräparate?

Die typischen Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlaflosigkeit und Depressionen entstehen durch die Umstellung des Hormonhaushaltes der Frau, vor allem durch die nachlassende Produktion des Hormons Östrogen. 

 

Isoflavone in Soja für die Wechseljahren

Diese Beschwerden sind bei japanischen Frauen so gut wie unbekannt. Das liegt wohl vor allem an dem hohen Konsum von Sojaprodukten in der japanischen Küche. Soja enthält so genannte Isoflavone, hormonähnliche Pflanzenstoffe, die ähnlich wie Östrogen wirken.

Diese haben auch eine anti-entzündliche Wirkung und helfen daher, Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Auch das Auftreten von Prostataerkrankungen scheint bei regelmäßiger Zufuhr von Soja-Eiweiß-Produkten vermindert zu werden.

Vor allem das entzündungsfördernde hs-CRP ist bei regelmäßigem Verzehr von Sojaprodukten verringert. Sofern man nicht allergisch darauf reagiert, kann man regelmäßig Sojaprodukte wie Tofu oder Soja-Milchersatzprodukte essen. Sojabohnen gibt es auch zum Knabbern oder gekeimt.

Alternativ können Sojapräparate zur Anwendung kommen. Lasst euch hierzu von eurem Arzt beraten. Die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen sollten deswegen aber auf keinen Fall vernachlässigt werden.

 

Hormonersatztherapie bei Wechseljahresbeschwerden


Bei Wechseljahrsbeschwerden sollte man sich von einem Spezialisten beraten lassen und Vor- und Nachteile einer Hormonersatztherapie genau abwägen. Lange Zeit war es regelrecht Mode, Frauen in den Wechseljahren Hormone zu verabreichen. Untersuchungen der letzten Jahre haben allerdings langfristige Nebenwirkungen gezeigt.

Nach Abwägen von Risiko und Nutzen macht diese Therapie dennoch für viele Frauen Sinn. Schweißausbrüche, Schlafstörungen, kein Spaß mehr am Sex: Viele Frauen in den Wechseljahren können ein Lied von diesen Problemen singen. Zwar hilft die Einnahme von Hormonpräparaten recht schnell, jedoch sind viele Ärzte sehr zurückhaltend geworden, nachdem amerikanische Untersuchungen vor wenigen Jahren ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko durch Einnahme der Präparate zeigten.

Lest hier, was man ab 40 beim Arzt checken lassen sollte.

Die heutige Meinung der meisten Ärzte ist, dass dieses Risiko weitgehend vermeidbar ist, wenn man die richtigen, meist naturidentischen, Präparate korrekt anwendet (z.B. als Salbe) und regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchführt.

Sport hilft bei Wechseljahresbeschwerden


Regelmäßige Bewegung hat einen positiven Einfluss auf den Hormonhaushalt. Die Produktion von Stresshormonen wird gesenkt und der Spiegel an Glückshormonen wie Endorphinen und Serotonin gesteigert. Wechseljahressymptome werden so gemildert.

Es geht einem nach dem Sport einfach besser als vorher, der Stresspegel ist gesunken und ein gewisses Wohlbefinden breitet sich im Körper aus. Schlechte Laune hat keine Chance mehr und man fühlt sich selbstbewusster, denn man hat etwas geleistet.

Studien zeigen, dass Bewegung nicht nur das allgemeine Wohlbefinden verbessert, sondern auch die Wechseljahres-Beschwerden, wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen, mildern kann.

Noch keine Bewertungen
Kommentare (0)
Share/Save

Autor: Dr. med. Roland Ballier verfasst am 06.01.2010 14:00
Dr. med. Roland Ballier ist Präventiv- und Notfall-Mediziner sowie Anti-Aging Experte und beschäftigt sich seit Jahren mit Stoffwechselerkrankungen, Übergewicht und dessen Folgen. Dr. Ballier ist immer noch als Notarzt im Einsatz und seine Leidenschaft gilt dem Fliegen.
 
Dein Name*:
E-Mail *:
Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
* Dieses Feld wird benötigt.
Antwort:
Über Änderungen informieren.