Wetterfühligkeit
Das liebe Wetter – wie viele Male haben wir es schon verdammt und ihm unsere Freundschaft gekündigt. Dabei ist es mit ihm wie im wirklichen Leben: Es geht rauf und geht runter. Allerdings schickt uns das Wetter einen seiner vielen Vertreter wirklich sehr selten, die Sonne. An jeder Ecke hört man es tönen: „Früher war sowieso alles besser, sogar das Wetter.“
Aber seien wir doch mal ehrlich, das Unbeständige und Wechselhafte macht es doch gerade aus. 360 Tage Sonne im Jahr – wie langweilig. Wir brauchen doch auch ein Thema, über das es sich lohnt, zu schwadronieren. Das Thema Wetter geht immer. Leider gibt es auch Menschen, deren
Gesundheit direkt vom Wetter abhängt. Rheumapatienten, aber auch Menschen mit Herz-Kreislaufkrankheiten sind besonders von Wetterumschwüngen betroffen.
Wetterfühligkeit kann auch gesunde Menschen betreffen
Das geringere Übel ist da noch das Thema Wetterfühligkeit. Obwohl Wetterfühligkeit für die Betroffenen auch kein Zuckerschlecken ist. Viele tun Wetterfühligkeit als bloße Spinnerei ab – dabei ist Wetterfühligkeit längst wissenschaftlich bewiesen. Aber seien wir doch mal ehrlich, wir alle denken in Schubladen. Oder können wir uns einen 1,90 m großen kräftigen Mann vorstellen, der von Wetterfühligkeit betroffen ist? Wohl eher nicht.
Einen Menschen mit Wetterfühligkeit würden wohl die meisten von uns als sensibel, weich und labil beschreiben. Dabei ist Wetterfühligkeit keine Frage der Körperkonstitution oder der Psyche. Fakt ist, das Wetter hat auf alle Lebewesen Einfluss. Die einen sind mehr vom Wetter abhängig, die anderen weniger. Wohl jeder hat mindestens einen Bekannten oder Verwandten, der wetterfühlig ist. Diese Leute sind oft verlässlicher als der Deutsche Wetterdienst.
Schon einen Tag vorher wissen sie, dass sich das Wetter ändert – ob es schön wird oder regnet. Meist hört sich das dann so an: „Meine Fußgelenke schmerzen, morgen wird es regnen.“ Für viele klingt das verrückt, aber diese Menschen spüren die Wetterveränderungen wirklich. Ob nun ein Gewitter naht oder sich ein Orkan ankündigt-wetterfühlige Menschen merken das schon sehr früh.
In der Medizin wird Wetterfühligkeit als verminderte Fähigkeit angesehen, sich auf natürliche Wetterveränderungen einzustellen und diesen anzupassen. Übrigens wird im medizinischen Sinne Wetterfühligkeit von Wetterempfindlichkeit unterschieden. In die Rubrik Wetterempfindlichkeit fallen Krankheiten, Beschwerden und Schmerzen, die sich durch das Wetter verschlimmern. Viele Menschen merken gar nicht, dass sie auf das Wetter regieren – sie schieben ihre schlechte Laune oder ihre Kopfschmerzen auf andere Umstände.
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