Badeanzug für jede Figur
Der Badeanzug gehört zum großen Textilbereich der Badebekleidung und Bademode. Im weitesten Sinne wird ein Badeanzug in einen einteiligen und zweiteiligen Badeanzug unterteilt. Genauer genommen versteht man allerdings unter einem zweiteiligen Badeanzug einen Bikini – der herkömmliche Badeanzug ist das einteilige Pendant.
Die Badebekleidung hat im Laufe des letzten Jahrhunderts häufig ihre Gesichter gewechselt. Kostproben gefällig. Zu Anfang des 19.Jahrhunderts badeten Mädchen und Frauen in geschlossenen Badeanstalten. Genauso verschlossen war ihre Garderobe. Im Prinzip galt beim Badeanzug der damaligen Zeit das Prinzip der Ganzkörperbedeckung – erst ein paar Jahrzehnte später wurde das Zeigen von Beinen toleriert.
Bademode: Badeanzug und seine Geschichte
Es dauert bis zum Jahre 1880 bis sich die gesellschaftlichen Regeln etwas lockerten. Von nun an wurde der Badeanzug der Frau etwas freizügiger und kürzer. 1928 war an den Stränden der USA der erste zweiteilige Badeanzug zu sehen. Auch wenn der damals noch aus Pumphose und aus einem schlichten Oberteil bestand.
Leider war dieser Lebenswandel vielen konservativen Menschen der damaligen Zeit ein Dorn im Auge – sie appellierten an die gesellschaftliche Moral. Der gesellschaftliche Druck wurde so groß, dass sich sogar die Politik in die Diskussionen um den Badeanzug der Frau einmischte. So kam es, dass die damalige preußische Regierung ein Gesetz auf den Plan brachte, dass genau festlegte, welche Körperbereiche der Frau von einem Badeanzug bedeckt werden sollten.
Die Römer waren 2000 Jahre vorher viel freizügiger, was die Bademode angeht. So durften zur damaligen Zeit zumindest Männer öffentlich sogar nackt baden. Frauen trugen in der Regel einen zweiteiligen Badeanzug, der dem heutigen Bikini sehr nahe kam. Apropos Bikini. Warum heißt der Bikini eigentlich Bikini? Der Bikini stammt vom gleichnamigen Bikini-Atoll. Anno 1946 ein brisantes Thema.
Der Bikini sollte nämlich ursprünglich Atom heißen. Angesichts der kurz zuvor veranlassten Atombombenabwurfs der USA auf Hiroshima allerdings ein eher unpassender Name. Um den Sinn und den revolutionären Rahmen der Textilindustrie nicht aus den Augen zu lassen, nannte der Franzose sein erstes Modell Bikini. Auf das Bikini-Atoll fiel nämlich 1946 die erste Atombombe der Nachkriegsgeschichte. Und ähnlich laut und spektakulär schlug der Bikini ein. Danach sollte nichts mehr so sein, wie es war.
Die Erfindung des Bikinis kam 1946 einer Revolution gleich. Die gesellschaftliche Entrüstung schlug damals hohe Wellen. Den Ausgang kennen wir: Der Bikini ist als zweiteiliger Badeanzug der Frau in der Modeindustrie nicht mehr weg zu denken.
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