Rücken leidet unter Übergewicht


Übergewicht wirkt sich langfristig nicht nur auf den Rücken aus - auch unsere Gelenke werden stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Gefahr: Eine schnellere Abnutzung des gesamten Bewegungsapparates, da dieser einer größeren Belastung ausgesetzt ist.

Gerade der Rücken reagiert sensibel auf Belastungsspitzen. Deutlich wird dies im Besondern bei Bandscheibenvorfällen. Durch ein Übergewicht erhöht sich die Last auf den einzelnen Bandscheiben und damit den Rücken um ein Vielfaches.

Die Folge: Die Bandscheibe wird im wahrsten Sinne des Wortes brüchig. Da Bandscheiben unmittelbar an den Nervenbahnen liegen, kommt es hier dann zu schmerzhaften Begegnungen. Dabei ist nicht das Übergewicht selber das Grundübel, sondern die fehlende Bewegung.

Viele Gelenke im menschlichen Körper sind nicht direkt mit dem Blutsystem verbunden. Sie ernähren sich über Flüssigkeiten. Ein Austausch mit wichtigen Nährstoffen findet aber nur durch Bewegung statt. Heißt im Umkehrschluss: Keine Bewegung - keine Versorgung.

Viele Übergewichtige bewegen sich zu wenig. Natürlich fällt es mit Übergewicht deutlich schwerer, sich zu bewegen beziehungsweise Sport zu treiben. Der Teufelskreis nimmt seinen Lauf. Das Übergeweicht ist also eher indirekt mit Rückenproblemen in Verbindung zu setzen. Zumal Studien nachweisen konnten, dass der Körper im Falle einer höheren Belastung Kompensationsmaßnahmen ergreift, welche das Übergewicht gewissermaßen abfedern.

Es gibt Personen mit Übergewicht, die keine Probleme mit dem Rücken haben. Trotzdem kann es sicherlich nicht schaden, mögliche Erkrankungen vorzubeugen und seinen Rücken entsprechend zu entlasten. Eine Maßnahme der zusätzlichen Belastung des Rückens durch Übergewicht entgegen zu wirken, wäre Krafttraining.

Wenn man das Muskelkorsett rund um die Wirbelsäule kräftigt, macht man es in seiner Gesamtheit widerstandsfähiger. Allerdings sollte man hier gezielt vorgehen. Einfach ein paar Hanteln in die Hand nehmen und loslegen, kann genau das Gegenteil bewirken.

Muskeln werden nur einseitig aufgebaut. Fehlbelastungen und Verspannungen können die Folge sein. Das kann die Rückenprobleme sogar verschärfen. Krankengymnastik geht mit dem Problem etwas effektiver um - es bewirkt eine gezielte Kräftigung der Muskulatur.

Unterschiedliche Kräfte, die auf den Rücken einwirken, werden harmonisiert und ausgeglichen. Der Königsweg ist immer noch zwei bestimmte Stellschrauben zu betätigen: Die Ernährung und die Bewegung. Wenn beides im Einklang erfolgt, sind die Chancen am höchsten, seinen Rückenproblemen Goodbye zu sagen. Dabei wird auch der am Ende bessere Ergebnisse erzielen, der sein Maßnahmenprogramm auf Dauer anlegt.

Die Ernährung sollte langfristig umgestellt werden und gleichzeitig ausgewogen sein. Auch beim Sport verhält es sich gleichermaßen. Die Aktivitäten sollten genau auf die Person abgestimmt sein und kontinuierlich durchgeführt werden. Das alles erfordert vor allem eines: Einen starken Willen!
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