Übergewicht durch die Nachbarn?
Unser Übergewicht ist auch ein Spiegelbild unserer Umwelt: Freunde, Partner und Familien tragen nicht selten eine gewisse „Mitschuld“ am Übergewicht. Nun fand man einen weiteren anderen Übergewichts-Faktor: Die lieben Nachbarn.
Stadt-Strolch oder Land-Ei?
Besonders im Vergleich von Land zu Stadt wird der Unterschied deutlich. Stadtmenschen sind häufig schlanker, Lanmenschen haben oft
Übergewicht. Das liegt daran, dass sie eine ganz andere Infrastruktur haben, z. B. mehr
Fitness- und Einkaufsmöglichkeiten. Auf dem Land wird dagegen nicht mehr auf dem Feld gearbeitet, die Bewegung fehlt. In der Stadt können Freizeiteinrichtungen dieses Bewegungsdefizit leichter ausgleichen, denn das Angebot an Sportgruppen, Vereinen und Fitness-Studios ist groß. Auf dem Dorf fehlt es an Vereinen, dafür lauert an jedem Feldrain ein
Fast-Food Restaurant. Für Pommes und Burger muss man auch auf dem Land keine weiten Wege zurücklegen.
In den Städten selbst ist das Viertel bzw. der Stadtteil in dem man aufgewachsen ist oder wohnt ein ausschlaggebender Faktor für
Übergewicht. Ältere Stadtviertel, Alleen und Altbau-Wohnhäuser lassen dabei auf schlanke Menschen schließen. Warum? In den Altbauvierteln lässt sich gern die gesundheitsbewusste Mittel- und Oberschicht nieder. In Neubau-Gegenden steigt das durchschnittliche
Gewicht an, da dort vor allem die einkommensschwachen Schichten wohnen.
Keine Autos, kein Übergewicht!
Eine Studie der University of Utah fand aber noch einen anderen Grund: Stadtviertel die vor dem Jahr 1950 gebaut wurden, sind deutlich schlanker weil sie nicht auf Autos ausgelegt sind. Das fehlende Fortbewegungsmittel sorgte dafür, dass sich die Läden in unmittelbarer Wohnungsnähe ansiedelten.
Hört sich erst einmal nicht so an, als ob man dort zu mehr Bewegung kommt, ist aber so. Denn wenn man alle Wege zu Fuß erledigen kann, spart man sich das Auto. Unter dem Strich hat man bei allen Einkaufswegen mehr getragen und ist auch mehr gelaufen.
Die
Studie aus Utah verglich das durchschnittliche Gewicht in alten und neuen Wohngegenden und fand heraus, dass Männer in alten Wohngegenden ca. 5 Kilo weniger wiegen als die Männer im Neubaugebiet. Nun haben die Menschen in den U.S.A. in den Neubaugegenden häufig nicht einmal Fußwege. Für Deutschland unvorstellbar! Aber auch hier ist es so, dass in der Stadt mehr gelaufen wird als auf dem Land, wo ein Auto oft zwingend erforderlich ist um einzukaufen oder zur Arbeit zu gelangen.
Wer auf dem Land lebt, sollte sich deshalb bewusst um
Alltagsbewegung zum Abnehmen bemühen. Das Landleben hat ja auch Vorteile: Gartenarbeit und lange Spaziergänge durch die Felder sind im chicen Altbauviertel nicht möglich.
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Autor:
Claudia verfasst am 14.08.2008 14:01
Claudia ist begeisterte Freizeitsportlerin und seit ihrer eigenen Diät, bei der sie ganze 25 Kilo verlor, bestens über Diäten, Abnehm-Methoden und Fitness informiert. Nach ihrer Schwangerschft versucht sie nun Sport, Job und Kind unter einen Hut zu bekommen - was manchmal nicht so einfach ist.