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Glykämische Index: Der Zucker in unserem Blut

Wenn man das Wort Glyx hört, denkt man wohl eher an eine Zahnpasta oder ein neues Skiwachs. Aber Glyx ist die Kurzform des Glykämischen Index.  Der Glykämische Index gibt Auskunft über die Blutzuckerreaktion unmittelbar nach dem Essen und damit auch indirekt auf die Insulinreaktion des menschlichen Organismus. Oder einfach gesagt: Der Glykämische Index sagt aus, wie schnell die aufgenommenen Kohlenhydrate zu Zucker verarbeitet und ins Blut abgegeben werden. Der Blutzuckerwert gibt die Höhe des Glucose-Anteils im Blut wieder. Glucose ist ein wichtiger Energielieferant für den menschlichen Körper.

Ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht, liegt meistens die chronische Krankheit Diabetes vor. Der Blutzuckerspiegel kann auch zu niedrig sein – dann spricht man von einer Unterzuckerung. Typische Symptome einer Unterzuckerung sind zittrige Hände und Schweißausbrüche. Viele Diäten basieren auf dem Glyx-Prinzip. Es gibt so genannte gute und böse Kohlenhydrate. Traubenzucker ist beispielsweise ein kohlenhydratreiches Lebensmittel mit einem hohen Glykämischem Index. Prüfung, Sporttest oder Autofahrt – Traubenzucker ist oft ein ständiger Begleiter und fast schon etwas wie ein guter Freund.

Für viele ist er aber wahrscheinlich mehr Glücksbringer als alles andere. Traubenzucker hat die Eigenschaft, die Turbozündung im Körper zu schalten – er stellt schnell viel Energie zu Verfügung, die auch genauso schnell umgesetzt werden kann. Was aber passiert? Traubenzucker führt aufgrund seines hohen Glykämischen Index zu einem steilen Anstieg des Blutzuckers. Um den Zucker abzubauen, muss der Körper jetzt kräftig Insulin ausschütten. Unschöner Nebeneffekt: Je heftiger Insulin ausgeschüttet wird umso schneller sinkt der Blutzuckerspiegel wieder ab.

Die Folge: Der größte Feind jeder Diät, der Heißhunger meldet sich stürmisch und vehement an. Nahrungsmittel mit einem niedrigen Glykämischem Index sind zum Beispiel Salate, Vollkornprodukte oder Hülsenfrüchte – sie dürfen sich zu den Guten zählen. Laut Theorie führen sie zwar auch zum unvermeidbaren Anstieg des Blutzuckerspiegels. Im Vergleich zum Sturm des Traubenzuckers, weht bei Niedrig-Glyx-Lebensmitteln aber nur ein laues Windchen über den Wellen des Blutzuckerspiegels.

Die Folge: Der Insulinspiegel peilt danach keine Spitzenwerte mehr an. Ein hoher Insulinspiegel ist der größte Gegner des Fettstoffwechsels. Bei hohen Insulinwerten findet dieser nämlich praktisch nicht statt und legt alle mit der Nahrung zugeführten Fette sofort als eiserne Reserve an.

Das Ende vom Glyx-Lied: Wir nehmen zu. Allerdings konnten bis zum heutigen Tage keine wissenschaftlichen Studien diese Thesen stützen. Im Gegenteil, es gibt viele Schwachstellen.

Die Erhöhung des Blutzuckerspiegels ist neben dem Glykämischen Index-Anteil von Lebensmitteln auch noch von anderen Faktoren, wie beispielsweise von Fett- und Ballaststoffgehalt des konsumierten Nahrungsmittels, abhängig.

Die logischen Zusammenhänge zwischen dem Glykämischen Index, Krankheitsrisiken und der Anfälligkeit zu Übergewicht stehen auf wackligem Untergrund.