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Gymnastik gegen Schmerzen

Gymnastik kann Schmerzen vorbeugen – sie kann Schmerzen aber auch lindern. Wichtig ist es, zu Beginn heraus zu finden, was der genaue Grund der Schmerzen ist. Nicht bei allen Schmerzen hilft Gymnastik. Es gibt sogar Schmerzen, bei denen Gymnastik eher kontraproduktiv ist.

gymnastik|istockphoto.com/RealDealPhoto|www.istockphoto.com/file_closeup.php?id=947444Unser Rücken zum Beispiel ist ein hoch sensibles System aus Knochen, Wirbelkörpern und Muskeln. Alles ist aufeinander abgestimmt und funktioniert im System. Schon kleinste muskuläre Dysbalancen können zu Verspannungen führen, die in der Folge Schmerzen verursachen. Bei dieser Art von Schmerzen kann ein gezieltes Gymnastik-Programm Linderung verschaffen. 

Schmerzen im Rücken durch regelmäßige Gymnastik mindern

Wiederum gibt es Rückenerkrankungen, bei denen Gymnastik die Symptomatik eher noch verschlimmert. So sollte bei schweren Bandscheibenschäden ein Facharzt im Vorfeld entscheiden, welche gymnastische Übungen zur Heilung beitragen und welche nicht. Bei einem kranken Rücken ist es in der Regel eine Kombination aus Kräftigung und Dehnung, welche die Beschwerden reduzieren kann.

So kann Gymnastik auch Schmerzen vorbeugen. Gerade im Zuge von Aufwärmprogrammen im Sport spielt die Gymnastik eine tragende Rolle, um Schmerzen in Muskeln, Bändern und Sehnen zu verhindern. Gymnastik wird vor Wettkämpfen gezielt eingesetzt, um den Körper auf Betriebstemperatur zu bringen und größere Verletzungen zu vermeiden. Dabei ist die Gymnastik nur ein Bestandteil von vielen, die zu einem gezielten Aufwärmprogramm gehören.

Übrigens unterscheidet die Sportwissenschaft zwischen einem statischen und einem dynamischen Dehnen im Rahmen der Gymnastik. Beim statischen Dehnen wird die jeweilige Übung praktiziert, in dem der jeweilige Muskel bis zu einem bestimmten Maximalpunkt gedehnt wird – dieser wird dann eine bestimmte Zeit beibehalten. Da beim statischen Dehnen die Durchblutung der aktivierten Gewebestrukturen stark beeinträchtigt wird, eignet sich das statische Dehnen eher für isoliertes Trainingseinheiten und weniger für die Vorbereitung oder Nachbereitung eines Wettkampfes.

Zum Vergleich: Beim dynamischen Dehnen wird der maximale Dehnungspunkt durch schwunghaftes Wippen erreicht. Das dynamische Dehnen hat den Vorteil, dass es die anschließende sportlichen Aktivität besser nachahmt. Außerdem sind beim dynamischen Dehnen mehr Muskeln in Aktion – das erhöht die intermuskuläre Koordination. So gibt es auch bestimmte medizinische Disziplinen, welche die Behandlung von Krankheiten mit Hilfe spezieller Gymnastiktechniken zum Ziel haben.

Die Krankengymnastik ist ein typischen Beispiel dafür. Wobei die Krankengymnastik über das Verständnis von klassischer Gymnastik hinaus geht. Krankengymnastik ist eine Kombination aus Bewegungsabläufen und muskulären Kräftigungsübungen. Primäres Ziel der Krankengymnastik ist es, Verletzungen und Krankheiten zu heilen oder vorzubeugen.