abnehmen.net

Gymnastik: Was gehört dazu?

Die Gymnastik ist eng mit dem Turnen verwandt. Im 19. Jahrhundert erreichte sie durch die Turnbewegung einen zweiten Frühling. Das Wort Gymnastik selber leitet sich vom griechischen Begriff Gymnasium ab.


Gymnasium steht für die Kunst der Leibesübungen. Der Wortstamm gymnos heißt nackt, da gymnastische Übungen im alten Griechenland nackt durchgeführt wurden. Mit der aufkommenden Fitnessära Ende des 20. Jahrhunderts erlebte die Gymnastik eine Wiederauferstehung – sie erfand sich praktisch neu.

gymnastik|istockphoto.com/kzenon|www.istockphoto.com/file_closeup.php?id=4257272Aerobic, Pilates oder Yoga – heute finden wir in den unterschiedlichsten Sportarten gymnastische Elemente. Dabei ist Gymnastik nicht nur in bestimmten Sportarten manifestiert, sondern wird als selbstständiges Bewegungs- und Dehnungsprogramm angesehen. Besonders positive Eigenschaften gehen von ihr im Zuge der Vorbereitung und Nachbereitung von sportlichen Aktivitäten aus.

 

Gymnastik vor und nach dem Sport

Bei vielen Sportarten dienen die Leibesübungen der Erwärmung. Gerade für einen Leistungssportler ist es wichtig, mit so genannter Betriebstemperatur in einen Wettkampf zu gehen. Muskeln können ihr volles Leistungspotential nur im erwärmten Zustand ausschöpfen.

Zum Beispiel ist beim Fußball eine entsprechende Erwärmung besonders wichtig. Denn mit dem Anpfiff sind sofort schnell-kräftige Bewegungsmuster gefragt, die eine gedehnter und erwärmte Muskulatur erfordern. Ist das nicht der Fall, ist der Sportler nicht nur leistungsschwächer sondern erhöht auch um ein Vielfaches die Gefahr, Verletzungen zu erleiden.

Eine unvorbereitete Muskulatur ist besonders anfällig für Zerrungen und Bänderrisse. Aber auch bei der Nachbereitung einer sportlichen Belastung kann eine gezielte Gymnastik wahre Wunder wirken. Durch gymnastische Übung nach dem Sport bleiben die Muskeln noch länger auf einem hohen Aktionsniveau und können so schon mit der Wiederherstellung beginnen.

Je besser und effektiver sich das beanspruchte Muskelgewebe nach einer höheren Belastung erholt, um so schneller kann dieses wieder Höchstleistung bringen. Die Regeneration oder Ruhepause ist ein wichtiger Bestandteil des Trainingsprozesses. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass gerade die Ruhepausen darüber entscheiden, wie fit und leistungsfähig ein Sportler ist.

Wer die Auszeiten seines Körpers ignoriert und glaubt, er müsse noch mehr trainieren, um erfolgreicher zu sein, wird genau das Gegenteil erreichen. Profi-Sportler, welche die Regenerationsphasen vernachlässigen, sind unter Umständen sogar leistungsschwächer als Sportler, die auf Amateurniveau trainieren.

Die Gymnastik ist zusammen mit Massagen und Bädern ein wichtiger Bestandteil der Kompensationsphase (Regeneration). Auch bei der Therapien von Krankheiten oder Verletzungen ist die Gymnastik nicht mehr wegzudenken. Die Kranken-Gymnastik zum Beispiel ist eine aktive Behandlungsform, bei der bestimmte Muskelgruppen gezielt gekräftigt und gedehnt werden.