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Halbe Portion, halbe Kalorienmenge

Überdimensionierte Portionsgrößen machen dick. Mit halben Portionen nimmt man auch die halbe Kalorienmenge auf und kann so besser abnehmen. Doch wie kann man weniger essen?

Den ganzen Tag sitzen wir und haben so keine Chance, Kalorien zu verbrennen. Um die richtige Portionsgröße für den persönlichen Kalorienbedarf einzuhalten, bedarf es ein bisschen Disziplin. Hier kommen unsere Tipps!

Kann ich mit der Hälfte leben?

Da steht es vor mir: Eine Portion selbstgemachter Käsekuchen auf Großmutters Geburtstag. Doch brauche ich wirklich das ganze große Stück? Oder reicht mir auch die Hälfte der Portion? Schließlich ist es ja eher der Appetit auf den leckeren Geschmack und kein wirklicher Hunger. Und meist stellt sich die geschmackliche Befriedung bereits nach ein paar Bissen ein. Der Rest ist, rein vom Genuss her betrachtet, pure Verschwendung und damit nimmt man nur mehr Kalorien auf und nicht mehr Genuß.

Halten wir kurz inne, bevor wir uns ohne Nachzudenken und voller geschmacklicher Wollust auf ein Stück Kuchen oder eine andere Leckerei stürzen. Man kann zum Beispiel auch teilen: Kuchen oder das Dessert im Restaurant einfach mit der Begleitung zusammen essen! Ist auch viel familiärer oder partnerschaftlicher. Die halbe Portion, die volle Romantik!

Oder kennt ihr das häufig zu beobachtende Phänomen beim Essengehen, dass sich alle im Restaurant auf den Brotkorb stürzen als hätten sie seit Wochen nichts mehr gegessen? Man ist doch aber nicht wegen des meist trockenen, alten Brots, sondern wegen eines leckeren Hauptgangs im Restaurant, oder nicht?

Zählt einfach mal die Brotstücke die ihr im Laufe des Abends aus dem Brotkorb esst. Macht euch so bewusst, was ihr da so an Kalorien in euch hinein futtert. Nicht wenig, denn ein einziges Stückchen Baguette (20 g) ohne Butter bringt es auf etwa 53 Kalorien!

Langsam essen und nachdenken!

Der Teller ist voll, also essen wir auf. Ist leider so einprogrammiert. Nehmt euch deshalb einfach erstmal eine kleinere Portion. Esst bewusst langsam und wartet danach etwas. Erst wenn ihr wirklich noch Hunger habt, könnt ihr euch noch einen kleinen Nachschlag holen. Dann wieder warten. So kann man Kalorien sparen.

Ihr werdet merken, dass das Sattgefühl erst nach dem Essen, etwa 15-20 Minuten danach, eintritt. Esst also so langsam und wenig, dass euer Körper richtig reagieren kann und auch die Zeit hat, “Sattsignale” zu senden.

Früher, und darauf ist unser Körper immer noch programmiert, wurde gegessen was das Zeug hielt, wenn einmal etwas Essbares vor der Nase stand. Es war ja auch nicht absehbar, wann es die nächste Mahlzeit geben würde oder ob vielleicht eine längere Hungerperiode droht. Da war der Ohne-Ende-Futterinstinkt sehr sinnvoll.

In Zeiten von Kühlschränken, Tiefkühltruhen, 24-Stunden Läden, Tankstellen und Pizza-Lieferdiensten ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass ihr verhungert. Ihr müsst euch also nicht mit dem Essen auf dem Teller vollgestopfen bis er leer ist. Das bringt weder eurer Figur was, noch den hungernden Kindern, an die man bei den Großeltern ja gern mal beiläufig erinnert wird. Also: Benehmt euch ganz bewusst nicht wie ein Neandertaler. Ihr schafft das! Und beruhigt also euer Gewissen: Der Hunger der Welt wird auch durchs Aufessen des Tellers bekämpft.

Abschneiden und wegpacken!

Eine Banane als Zwischenmahlzeit ist super! Sie enthält viele Vitamine, sättigt und macht Körper und Geist fit. Aber ist euch schon mal aufgefallen, dass die Bananen im Supermarkt immer größer werden? Und eine Banane ist, auch wenn es ein gesundes Obst ist, nicht kalorienfrei. Sie hat sogar ziemlich viel Fruchtzucker. Eine große Bananen (200 g) liefert so mal schnell 190 Kalorien. Das könnte man fast als Schokoriegel Qualität bezeichnen.

Was tun? Man kann doch nicht nur eine halbe Banane essen, oder? Doch kann man. Entweder ihr kauft euch gleich nur kleine Bananen oder ihr schneidet die ungeschälte Banane einfach in der Hälfte durch und wickelt den Rest in Frischhaltefolie. Bewahrt sie aber bei Raumtemperatur auf, denn Bananen werden im Kühlschrank braun. Die andere Häflte der Banane gibt es dann am nächsten Morgen zum Frühstück oder abends als Dessert klein gedrückt in einem Joghurt oder pur.

Das könnt ihr mit allen anderen Obstsorten genauso machen. Bei Obst oder Gemüse, das an der Schnittfläche braun wird (beispielsweise ein Apfel), träufelt ihr einfach etwas Zitrone drauf bevor ihr es einwickelt.