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Halswirbelsäule mit Sport stärken

Sport ist Mord, lautet die Parole der Bewegungsmuffel. Bei jeder schwerwiegenden Verletzung, die durch die Medien eilt, fühlen sie sich in ihrer Meinung bestätigt. Sicherlich birgt Sport auch Risiken, aber die positiven Eigenschaften und Wirkungen überwiegen.


Und wer meint, dass die größten Verletzungen im Profibereich passieren, sieht sich getäuscht. Die Schnelligkeit und Belastungsintensität macht eine Sportart nicht gefährlich, sondern die Unkenntnis darüber. Viele Breitensportler muten sich zu viel zu und ignorieren ihren physiologischen Grenzen.

Gerade am Anfang schlagen sie über die Stränge und überschätzen ihre Leistungsfähigkeit. Besonderen Belastungen beim Sport wird der Rücken ausgesetzt. Sein sensibelstes Segment stellt dabei die Halswirbelsäule dar. Sie besteht aus sieben Wirbeln und befindet sich zwischen der Kopf- und Brustwirbelsäule. Die Halswirbelsäule ist im Sport deshalb so wichtig, weil sie der beweglichste Teil der Wirbelsäule ist.

Wirbelsäule stärken und schmerzfrei durchs Leben gehen

Nur der Wirbelsäule haben wir zu verdanken, dass wir unseren Kopf praktisch in jeder Richtung bewegen können. Gerade bei Spielsportarten spielen der Kopf und damit die Funktionstüchtigkeit der Halswirbelsäule eine große Rolle. Die Bewegungsabläufe in einem Sportspiel sind komplex und müssen analysiert beziehungsweise gesteuert werden.

Um es zu verdeutlichen: Ein Weitspringer könnte ohne weiteres auch ohne das seitliche Drehen des Kopfes erfolgreich einen Wettkampf bestreiten – ein Fußballspieler mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Er ist auf eine seitliche Rotation des Kopfes angewiesen, um die sich ständig änderde Spielsituation in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Auch die Belastung des Rückensund damit der Wirbelsäule ist von Sportart zu Sportart unterschiedlich.

Ein sehr rückenschonender Sport ist das Schwimmen. Hier kommt uns die Auftriebskraft des Wassers zugute. Durch diese wird unser Körpergewicht um bis zu 90 Prozent reduziert. Aber auch hier kann man Fehler machen, die sich insbesondere auf die Halswirbelsäule auswirken. Der Stil macht eindeutig die Musik.

Brustschwimmen kann beispielsweise zu Verspannungen im Nackenbereich führen. Empfohlen wird das Rückenschwimmen. Es streckt die Halswirbelsäule, ohne sie zu überstrecken. Dagegen kommt es bei anderen Sportarten besonders auf den Untergrund an. Bei härteren Oberflächen können die einwirkenden Kräfte nicht so gut abgefedert werden.

Schon Hobbysportler können der Tatsache Rechnung tragen. Beim Joggen kann zum Beispiel die Umverlegung der Laufstrecke von der Straße in den Wald wahre Wunder bewirken. Schon kleine Veränderungen können unsere empfindliche Körpermitte und damit die Halswirbelsäule schonen und den geliebten Sport länger erhalten.