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Heißhunger: Körpereigene Substanzen lösen den starken Appetit aus!

Wer abnehmen will, der weiß: Selbst wenn die Diät ein bis zwei Tage klappt kommt früher oder später ungebremster Appetit. Der Heißhunger macht viele Diäten zu nichte und sorgt für Frustration und „jetzt ist es auch egal“ Einstellung beim Abnehmen. Jetzt kommt die Erklärung für den ungebremsten Appetit und Heißhunger von der Universität in Kalifornien USA. Die Studie der Forscher dort belegt: Heißhunger ist keine Schwäche des Geistes. Vielmehr ist es ein evolutiönäres Erbstück, dass uns zu Urzeiten das Leben rettete und noch heute in unserem Körper existiert.

Viele fühlen sich dem Heißhunger und dem, teilweise zwanghaften Appetit, völlig ausgeliefert. Eine neue Studie der University of California zeigt: Körpereigene Endocannabinoide animieren den Körper zu Heißhunger, vor allem auf fettige und sehr kalorienreiche Speisen. Diese körpereigenen Substanzen, die Endocannabinoide, werden im menschlichen Darm gebildet. Nach der Ausschüttung der Endocannabinoide kommt es zu einer Wirkung, die den Forschern von der Droge Cannabis bekannt ist. Die körpereigene Droge sorgt für Appetit und Heißhunger, der einen förmlich übermannt. Bei Cannabis ist der Heißhunger ein bekannter und häufig auftretender Nebeneffekt des Rausches.

Körpereigene Substanzen sind Schuld am Heißhunger

Die Forscher erklären sich die Bildung dieser cannabinoiden Stoffe mit der evolutionären Entwicklung. Für Tiere und uns als Urmenschen war es lebenswichtig Kalorien und Fette zu essen. Zum Überleben brauchten wir viel davon, denn auch der Verbrauch an Kalorien war immens höher.

Kleine Törtchen mit Himbeeren

©iStock/anakopa

 

Heute ist das Essen von fetthaltigen Speisen nicht mehr lebensnotwendig und sorgt, im Gegenteil, eher dafür, dass die Gesundheit leidet. Die körpereigene Droge aus der Urzeit ist ein eher ungünstiges Erbstück unserer Vorfahren. Sie waren auf Fette aller Art angewiesen und Fett war damals auch nicht im Übermaß vorhanden. Das Forscherteam rund um Daniele Piomelli testete die Ausschüttung des Stoffes an Ratten. Schon beim Geschmack von Öl (durch das lecken einer Ölemulsion) schütteten die Ratten den Heißhunger-Stoff aus. Bei Menschen soll nun erforscht werden, was den Heißhunger-Verursacher blocken kann. Idee ist zum Beispiel ein Sensor, der die Heißhungerattacken von adipösen Menschen bereits im Darm blockiert – eine Art Appetitblocker.