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Heißhunger vor Migräne Attacken

Ein Gerücht besagt, dass Süßigkeiten Migräne verschlimmern können. Zucker soll zu mehr Beschwerden, zum Beispiel Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwäche führen. Dabei sind Heißhunger und Essattacken eher ein Anzeichen für eine kommende Migräne Attacke als ein Auslöser. Süßigkeiten stehen im Verruf, Migräneattacken zu provozieren und bestehende Migräne zu verschlimmern. Schokolade und andere Süßigkeiten, wie zum Beispiel Gummibärchen, werden immer wieder als Auslöser für Migräneattacken genannt. Doch kann das stimmen? Ist diese Krankheit durch Süßigkeiten und Zucker zu beeinflussen?

Migräne: Süßes steht im Verdacht!

Vor einer Migräne stellen viele Menschen häufig Veränderungen fest: Stimmungsschwankungen, Nervosität, Gereiztheit oder Müdigkeit. Diese Anzeichen werden „Prodomalphase“ genannt.

Oft kommt es hier, wahrscheinlich aufgrund des Serotoninmangels oder des negativen Stress, zu Heißhungerattacken bei Migräne Patienten. Rund 70 Prozent der Patienten leiden nach Umfragen unter solchen Essattacken vor einer Migräne.

Weil so viele Patienten von Heißhunger auf Süßigkeiten geplagt sind, bevor sie eine Migräne Attacke erleben, entstand das Gerücht: Süßigkeiten führen zu Migräne. Nun weiß man dass der Heißhunger nur ein Anzeichen für eine kommende Migräne Attacke ist und nicht der Auslöser.Das konnte nun in einem Versuch auch bestätigt werden.

Süßigkeiten lösen keine Migräne Attacken aus

Zu der Studie wurden Patienten geladen, die sich sicher waren, dass ihre Migräne Attacken durch Schokolade ausgelöst werden und Patienten, die das nicht annahmen.

Beiden Patienten-Gruppen wurde unter „verblindeten Bedingungen“, also für sie nicht sichtbar, einmal Schokolade und einmal einen Ersatzstoff gereicht. Den Ersatzstoff konnte man geschmacklich nicht von Schokolade unterscheiden. Dabei wurde festgestellt, dass daraufhin beide Patientengruppen ähnliche Muster von Migräneattacken aufwiesen. Egal ob sie Süßigkeiten oder Ersatzstoffe aßen.

Die Forscher der Studie vermuten, dass der Körper mit den Heißhungerattacken eine Art Schutzmechanismus bereitstellt. Vor einer Migräneattacke rüstet sich der Körper noch einmal mit Energie, denn während der Migräne kann er oft nicht viel Energie aufnehmen, denn die Patienten plagt Appetitlosigkeit und Übelkeit.

Nahrungsmittel werden allgemein als Auslöser für Migräne überschätzt. Ausgenommen von Rotwein, denn bei alkoholischen Getränken wie Rotwein konnte eine Verbindung zu Migräne Attacken hergestellt werden. Besonders die Inhaltsstoffe in Rotwein gelten als Migräne auslösend. Man sollte also als Migräne Patient auf zu viel Alkohol verzichten und das Auftreten von Migräne Attacken nach Rotweinkonsum beobachten.