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Herbstzeit ist Keimzeit

Früher waren Sprossen und Keimlinge nur für die „Ökos“ interessant. Heute, nachdem Thai-Küche und Biomärkte in Deutschland zum Alltag gehören, werden auch Keime und Sprossen beliebter.


Sprossen und Keime liefern viele Mineralien und Spurenelemente: Sie enthalten viel Kalzium und Magnesium und noch dazu Zink, Fluor, Kalium, Mangan, Kupfer, Eisen und Natrium.

Es gibt verschiedene Sprossen und Keime, die man sich jederzeit auf dem heimischen Fensterbrett selbst heranziehen kann. Man unterscheidet zwischen folgenden Keimen und Sprossen:
Kresse-Samen-Keime|abnehmen.net|www.abnehmen.net

  • Hülsenfrüchte: Alfalfa Sojabohnen, Bokshornklee
  • Kreuzblütler: Kresse, Senf, Brokkoli, Radieschen
  • Getreide /Süßgräser: Weizen, Gerste, Dinkel, Roggen
  • Korbblütler: Sonnenblumenkerne
  • Fuchsschwanzgewächse: Amaranth, Quinoa
  • viele andere Keimlinge und Sprossen aus den Familien der Kürbisgewächse (Kürbiskerne), Gänsefußgewächse (Amaranth), Leingewächse (Leinsamen), Sesamgewächse (Sesam),…

Du solltest niemals Keime von Nachtschattengewächsen (von Tomaten, Kartoffeln, etc.) essen, denn die sind giftig!

 

Der Klassiker: Mungobohnensprosse (Sojasprossen)

Diese Sprosse kennt mittlerweile jeder, denn Sojasprossen sind Zutat in fast jedem Asia-Gericht. Sogar der Fast-Food Chinese peppt mit dem knackig frischen Sprossen warme und kalte Gerichte auf.

Diese Sprosse braucht kein Tageslicht und keimt auch in der dunklen Jahreszeit sehr gut. Mann muss sie etwa 4 Stunden einweichen lassen. Dann keimen sie etwa 4-5 Tage. Nach der Keimzeit, wenn bereits die ersten 2 Blätter und eine Wurzel an der Sprosse erkennbar sind, kann man sie „ernten“ und essen – sowohl roh als auch gedünstet.

 

Milde Schärfe: Die Kresse

Ein Kressebrot ist so gesund und kalorienarm. Wer im Winter ein bisschen Frühling auf dem Tisch haben möchte, sollte die Kresse keimen lassen. Als Salat- oder Suppen Zutat oder direkt auf ein Vollkornbrot mit Butter: Die Kresse (siehe Bild oben) ist vielseitig. Wer die Kresse zu Hause aufziehen möchte muss mit 3-7 Tagen Keimzeit rechnen.

 

Die Indianer: Amaranth und Quinoa

In Südamerika und bei den Indianern gelten diese Pflanzen als heilig. Sie werden auch hierzulande schon im Müsli oder Brot verarbeitet.
Als frische Keimlinge sind sie jedoch noch unbekannt. Völlig zu unrecht, denn sie schmecken säuerlich frisch und die Aufzucht ist sehr einfach: 6 Stunden Einweichen und dann knapp eine Woche keimen lassen: Fertig sind die Indianer-Keime.

Beide Keimlinge sind sehr eiweißreich, beide Keimarten enthalten verschiedene Aminosäuren. Dadurch hat das Eiweiß eine hohe biologische Wertigkeit. Der Körper kann das Eiweiß aus Amaranth und Quinoa Samen also gut in körpereigenes Eiweiß umbauen.

 

Süß mit Biss: Roggen

Roggen-Samen-Korn|pixelio.de/SarahC.|www.pixelio.de/details.php?image_id=278470
Der Roggen, sowie andere Getreidearten, schmecken als Keimlinge vor allem süßlich und können deshalb im Joghurt oder Fruchtsalat eine prima Ergänzung sein.

Roggenkeimlinge sind außerdem sehr vitamin- und mineralstoffreich. Die Roggenkeime müssen 12 Stunden lang einweichen und keimen danach etwa 2-4 Tage.

 

Wie kann ich Sprossen und Keime selbst anbauen?

Es gibt verschiedene Arten sich Keimlinge heranzuziehen. Die wohl günstigste ist die Schälchen-Tuch Variante: Dabei weicht man die Samen erst einmal ein. Manche Samen brauchen keine Einweichzeit, sondern können gleich keimen.

Hat man die Samen eingeweicht gibt man sie in ein feines Sieb und spült sie mit Wasser ab. Dann lässt man das Wasser sorgfältig abtropfen. Das ist wichtig, denn sonst können die Samen faulen. Sind die Samen gespült und das Wasser abgetropft, gibt man sie in eine flache Schale und deckt sie mit etwas Küchenkrepp und einem Gummi um den Schalenrand spannen, so dass die Schale zugedeckt ist.

Die Samen sollten zwei Mal täglich gespült werden. Bei manchen Samen entwickelt sich Schleim. Das ist normal, man sollte diese Samenarten jedoch möglichst 3 Mal am Tag spülen.

 

 

Was ist bei der Keimlingzucht zu beachten?

Die Samen sollten nie der direkten Sonne ausgesetzt sein. Leiber etwas dunkler platzieren und gegen Ende der Keimzeit indirektes Sonnenlicht heranlassen. Die Samen keimen am besten bei einer Temperatur zwischen 18 und 20 °C. Deck die Samen nicht mit Küchenfolie zu, denn sie brauchen immer auch etwas Luft.