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Holunder gesund und lecker genießen

Von Mai bis Juli ist Holunderzeit. Ökotrophologin Michaela Baur verrät, was man beim Verzehr von Holunder beachten muss und welche Vorteile er mir sich bringt. 

Der Schwarze Holunder, auch bekannt als Holderbusch oder Holler, in Norddeutschland oft auch als Flieder (hat nichts mit dem Gartenflieder zu tun) bezeichnet, blüht ab Mai bis in den Juli. Die Blütendolden, die aus kleinen Blümchen bestehen, riechen unangenehm. Im August und September beginnen die anfangs roten, später schwarzen Beeren zu reifen. Während diese Früchte reifen, färben sich auch die Stiele, an denen sie sitzen, rötlich.

Holundersaft mit Zitrone

©iStock/frankix

Holunder als Hausmittel gegen Erkältung

Der Verzehr von großen Mengen rohen Holunderbeeren kann Übelkeit und Durchfall verursachen. Alle Pflanzenbestandteile enthalten das leicht giftige Glykosid Sambunigrin. Durch Erhitzen verlieren sie allerdings ihre Giftigkeit. Sowohl die Holunderblüten als auch die Holunderbeeren gelten als Hausmittel v.a. gegen Erkältung. Ein Aufguss von Blüten wirkt schweißtreibend und kann bei fiebrigen Erkrankungen gegeben werden.

Holunder ist reich an Vitamin C

Die Früchte enthalten reichlich Vitamin C sowie Vitamin B, Fruchtsäuren und ätherische Öle, die auch in den Blüten enthalten sind, Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe) und vor allem das farbgebende Anthocyan. Dieser Farbstoff der Holunderbeere wird auch zum Färben von Süßigkeiten und Molkereiprodukte in der Lebensmittelindustrie sowie in der Textilindustrie verwendet.