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Hülsenfrüchte – Der gute alte Linseneintopf

Der guter alte Linseneintopf ist wieder stark im kommen. Früher als ein Arme-Leute-Essen abgestempelt, wird es heute als Gesundheitsbrunnen beworben und das nicht zu Unrecht. So ein Linseneintopf sieht auf den ersten Blick sicherlich etwas nach einer grauen Maus aus, aber hinter der harmlosen Fassade verbirgt sich ein wahres Nährstoff-Eldorado.
Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte im Allgemeinen sind wertvolle und verlässliche Eiweißlieferanten. Besonderes für Menschen die um Fleischgerichte einen großen Bogen machen, können Erbsen, Bohnen und Co. eine gleichwertige Eiweißalternative sein.Aber Hülsenfrüchte können noch mehr. Sie enthalten durch ihre komplexen Kohlenhydrate eine ordentliche Portion Energie. Daneben sind sie äußerst fettarm und sind reich an Vitaminen, Mineralien und Folsäure. Ballaststoffe runden das Leistungsprofil von Hülsenfrüchten ab.

Ballaststoffe sind wie Balsam für den Darm. Sie bringen ihn in Schwung und sorgen für einen niedrigen Cholesterinspiegel. Dass beispielsweise ein Linseneintopf viele Ballaststoffe in sich beherbergt, merken wie spätestens drei bis 4 Stunden nach dem Konsum Selbigen. Die Gärungsprozesse der unverdaulichen Ballaststoffe sorgen für unangenehme Begleiterscheinungen wie Blähungen. Wenn man aber die Vorteile mit den Nachteilen abwägt, dann überwiegen die positiven Aspekte bei einem Linseneintopf recht deutlich.

Hülsenfrüchte sind Globalplayer. Auf allen Kontinenten der Erde bestimmen sie den Speiseplan kräftig mit. Insgesamt gibt es 12.000 Arten – allein die Erbse umfasst 250 Sorten. Aber wie bereitet man eigentlich einen Linseneintopf zu? Die erste Entscheidung ist die wichtigste: Linsen aus der Dose oder Linsen selbst gemacht?

Das einzige Argument, dass man gegen das Selbermachen vorbringen kann, ist der Zeitfaktor. Denn der Linseneintopf in der Dose wird nicht selten mit zahlreichen Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen bombardiert. Wenn man sich nun für den Selbstversuch entschieden hat, sollte man sich ein Rezept für einen Linseneintopf raussuchen.

Ja, dieser Schritt bedarf äußerster Konzentration, denn Linseneintopf-Gerichte gibt es wie Sand am Meer. Den klassischen Linseneintopf von Mutti kennt ja wohl jeder: Linsen, Kartoffeln, Speck und Würstchen garniert mit Suppengrün und einen Spritzer Essig. Aber auch der Linseneintopf hat längst exotischeres Terrain betreten. Der Marokkanische Linseneintopf ist ein Indiz dafür. Das Schwergewicht dieses Rezeptes ist sicherlich die Merguez, eine scharf gewürzte Bratwurst aus Nordafrika. Peperoni, Knoblauch und die nordafrikanische Gewürzmischung Ras el-Hanout machen aus dem guten alten Linseneintopf ein orientalisches Feuerwerk. Na dann, Guten Appetit.